28.09.2023
"Richtig, ...nur zu welchen Preis? ;-)"
Für alle, die mit einer Dach-PV Anlage ihren eigenen Strom erzeugen können, zu unschlagbar günstigen Preisen. Für alle anderen muss es entspechende Tarife geben (gibt es teilweise bereits), so dass die WP bevorzugt mit "Überschuss"strom laufen.
Und wie bei E-Autos wird ja nicht -schnipp - ein Schalter umgelegt und wir haben GW-weise Mehrbedarf durch WP oder BEV.
"Das sehe ich anders, spätestens in der dunklen Jahreszeit, benötigen wir Strom, dessen Erzeugung nicht auf Sonne oder Wind angewiesen ist. Die Sonne fällt allemal aus, gleichzeitig wird zukünftig deutlich mehr Strom durch WPs und EMobilität benötigt. Auch der Wind fällt schnell aus bei entsprechenden Hochdruckwetterlagem."
Es ist sogar so, dass im Winterhalbjahr mehr EE-Strom produziert wird; trotz geringerem PV Stromanteil. Gerade die Kombination PV + WKA liefert eben doch sehr zuverlässig Strom. Die seltenen Phasen von sog. "Dunkelflauten" sind i.d.R. gut vorhersehbar. Dann müssen eben kurzzeitig konventionelle Kraftwerke, Biogas, Wasserkraft, Stromimporte einspringen. Von unseren Nachbarn, die beim Thema EE-Stromversorgung mittlerweile schon weiter sind, hört man jedenfalls wenig über Blackouts und Stromversorgungsengpässe oder Dunkel-Flauten-Probleme. Und wenn man sich die Zubauraten an PV und WKA hierzulande 2023 anschaut, so sind die drei abgeschalteten AKWs mittlerweile um ein vielfaches kompensiert. Hinzu kommt, dass diese AKWs, hätte man sie weiter betreiben wollen, für mindestens 1-1,5 Jahre in Revision/Raparatur gegangen wären und auch noch mit neuen Brennelementen hätten bestückt werden müssen; neue atomrechtliche Zulassungsverfahren gar nicht berücksichtigt. Sie würden im Winter 23/24 so oder so nicht zur Verfügung stehen, vermutlich nicht mal 24/25.
"Ach so, wir haben also doch zu wenig grundlastfähigen Strom..."
Nein, wir haben noch zu wenig preiswerten EE-Strom und zu wenig Netzkapazität, den Strom von A nach B zu schicken. Aber das ist nicht das Versäumnis der aktuellen Regierung (die übrigens die Laufzeiten der AKW gegen die Widerstände der Betreiber(!) verlängert hat). Aber letzlich gibt es auch keinen Grund, im Strombereich in Europa ein 100% Autarkie anstreben zu wollen oder alle anderen mit billigem Strom überschwmmen zu wollen. Es ist doch gut und sinnvoll, wenn man die Wahl hat, zwischen preiswert importieren oder (teurer) selber erzeugen. Wir wären doch schön blöd, wenn wir preiswerten (EE-)Strom aus Dk, S, N, A, CH, NL verschmähen würden und statt dessen teurer konventionelle Reserverkraftwerke anwerfen würden; nur um "autark" sein zu wollen.
"Allerdings muss man eines feststellen: Wenn die Grünen schon ihrem Fetisch CO2 alles andere unterordnen, dann ist es ein Logikbruch, dass sie die Kernenergie ausklammern."
Oder, die heilige Kuh CO2 ist eben doch nicht so heilig, dass man ihr alles unterordnet. Es gibt möglicherweise auch andere Aspekte, die Berücksichtigung finden (Anlagensicherheit, Abfälle, etc..). Und vergessen wir bitte nicht, wer den Atomausstieg für 2022 gesetzlich festgenagelt hatte (sogar unter Rücktrittsdrohungen)...
"Kernenergie ist eben CO2 neutral, hat aber ein Restrisiko, das uns den Rest geben könnte;-)"
Und Kernenergie ist mittlerweile schlicht unwirtschaftlich.