"Du siehst die grün-rote Welt mit anderen Augen. Ist das spielbedingt ? Inkompetenz war aus meiner Sicht nie offensichtlicher. Du bist tatsächlich der einzige mit guter Bildung, den ich kenne, der das Ganze noch relativiert/verteidigt. Robert selbst hat nach zwei Jahren erkannt , dass sie (die Grünen) von der Wirklichkeit umzingelt sind. Du siehst ja auch exklusiv keinen Zusammenhang zwischen dem enormen Zuspruch von radikalen Parteien mit dem Politikversagen. Die Umfragewert "Zustimmung/Zufriedenheit mit Regierungsarbeit liegen unter 20%". Offensichtliche Inkompetenz ist dann auch in der breiten Bevölkerung angekommen."
Nochmal kurz und knackig:
Die Ampel ist ein Regierungshaufen, der vieles nicht auf die Reihe bekommt, in zu vielen Kompetenzfeldern viel zu schlecht aufgestellt ist, an den Erfordernissen der Realität vorbei regiert und für vieles zu kritisieren ist.
Das Energiepreisniveau und die Energiewende (speziell in Bezug auf die Stromversorgung) zähle ich, im Gegensatzt zu dir, aber ausdrücklich nicht dazu. Meine Frage, welche Maßnahme(n) der Ampel-Regierung den maßgeblich und ursächlich für unser hohes Strompreisniveau sei, hast du ignoriert. Selbst Thomas kann keine konkrete Maßnahme oder Versäumnis benenen. Statt dessen weicht ihr Beide auf andere Themenbereiche aus (für die die Grünen/Ampel durchaus Kritik verdient hat) und konzentriert euch auffällig extrem auf die Grünen. Dass FDP und SPD z.B. unter Merkel als Koalitionspartner einige der Rahmenbedingungen zementiert haben, die uns heute auf die Füße fallen, kommt dabei nicht vor. Das man über Jahrzehnte entwickelte und gepflegte Fehlentwicklungen mit zwei von drei daran Beteiligten nur schwer in 1-2 Jahren wieder korrigeirt bekommt, interesiert nicht. Die Ampel hat das Sagen, sie soll gefälligst alles von jetzt auf gleich in Ordnung bringen. Pandemie? Ahrtal Flut? Ukraine Krieg? Desolate Infrastruktur? Irrelevant. Die Ampel ist ja schließlich angetreten, es besser zu machen; alles auf einmal. Mit welchem Finanzierungskonzept?
"Eine Regierungsbildung wird dann sehr unbefriedigt aussehen und es wird schwierig werden, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken."
Und wird die nächste Regierung dann auch antreten, mit dem Anspruch, es besser als die Vorgängerregierung zu machen? Die Latte hängt dann ja erfreulich tief. Wieviel Zeit sollte man der nächsten Regierung dan einräumen, alles besser zu machen und gerade zu rücken? Ohne weitere schmerzhafte Einschnitte für die Bürger? Auf wen eindräschen, wenn die Grünen in der Opposition landen? Ich habe da eine Vermutung: Auf die Grünen, weil die haben es ja verbockt. Da wird dann aufeinmal ganz schnell die Verantwortung auf den (vermeintlichen) Verurscher geschoben werden; weil, sind ja die Grünen.
Spoier: Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, und die FDP tatsächlich über 5% käme, würde es für Schwarz-Gelb deutlich nicht reichen.