26.01.2024
Wenn ich mir vor Augen führe, man wolle die AfD "inhaltlich stellen", "ihr den Spiegel vorhalten", "sie entzaubern" und mir anschaue, wie gnadenlos erfolglos diese Strategie ist, bekomme ich es echt mit de Angst zu tun.
Es ist ziemlich egal, ob die AfD in Umfragen die stärkste oder zweitstärkste Partei ist, sie muss als Bestandteil einer Regierung verhindert werden. Sie ist verfassungsfeindlich, demokratiefeindlich, menschenverachtend, faktenfeindlich.
Enfant Terrible? Da könnte man auch Breivik als Kleinkriminellen bezeichnen...
Das NPD Verbotsverfahren ist gescheitert, weil die Partei zu unbedeutend war, um eine Gefahr für unsere demokratische Grundordnung darzustellen. Und die AfD soll man nicht verbieten, weil sie "too big to fall" ist? Also Parteiverbotsverfahren nur für verfassungsfeindliche Parteien zwischen 3% und 10%?
Was bleibt, wenn Einsicht, Überzeugung und Fakten nicht mehr weiter helfen?
Akzeptieren, dass Deutschland wieder Naziland wird? Weil das scheinbar ein Großteil der Bevölkerung so will?
Warum wird dann nicht die Ampel akzeptiert? Die ist ja schließlich auch gewählt worden?
Oder wählen wir erst die AfD an die Regierung, um den anderen Parteien so richtig unsere Unzufriedenheit zu demonstrieren und hoffen, dass die AfD dann, wenn sie das Land vollends gegen die Wand gefahren hat und das "Volk" ihrer überdrüssig geworden ist, sich wieder friedlich in ihre Niesche zurückzieht? Und dann?
Oder hoffen wir, dass eine Regierungsbeteiligung die AfD schon irgendwie "erden" und mäßgen wird? So wie andere versuchen, sie "inhaltlich zu stellen"? LoL. Da sehe ich nicht den geringsten Hinweiß, dass das irgendwie Erfolg haben könnte.