08.01.2024
Hallo Thorsten,
"..Wir legen die Produktion tageweise still«, sagte ein Unternehmenssprecher"
Ich habe schon am 05.01.2023 auf diesen Artikel
https://klimanachrichten.de/2024/01/05/ein-land-feiert-seinen-wirtschaftlichen-niedergang/#more-3697
hingewiesen. Dort heißt es:
"..Wir starten den Rückblick im Jahr 2019, also vor Corona. Die Erzeugung betrug in dem Jahr 513 TWh. Der Anteil Wind war 126 TWh, die Erzeugung über Solar betrug 46,4 TWh.
Im Jahr 2020, dem ersten Corona-Jahr, wurden noch 488 TWh in Deutschland erzeugt. Das ist schon ein beachtlicher Rückgang, aber mit Lockdowns möglicherweise erklärbar. Von der Produktion entfielen 132 TWh auf Windstrom und 51 TWh auf Solarstrom. Beide nahmen zu im Vergleich zum Vorjahr, auch wenn die Gesamtzahl sank.
Ein Jahr später (2021) stieg die gesamte Produktion leicht an, auf 490 TWh. Wind lieferte 112,7 TWh und Solar 48,4 TWh. Bei beiden also gab es ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Für das Jahr 2022 blieb die Strom-Produktion fast gleich, 489 TWh wurden insgesamt erzeugt. Auch hier die totalen Werte: 123,4 TWh Wind und 57,6 TWh Solar. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung, bei Solar sogar signifikant. Allerdings liegen die Windwerte deutlich unter den Werten aus dem Jahr 2020 und das bei mehr installierter Leistung.
Nun aber kommt der Moment der Wahrheit. Im letzten Jahr 2023 ging die Produktion von Strom in Deutschland erheblich zurück auf 436 TWh. Wind hat 138,6 TWh dazu beigetragen, Solar 53,5 TWh. Hier gab es also eine Steigerung bei Wind und einen Rückgang bei Solar gegenüber 2022, obwohl in 2023 sehr viel Zubau bei Solar stattfand. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Leistung stark schwanken können. Solar ist eben sehr abhängig vom Wetter.
Im Wirtschaftsministerium klopft man sich selbst auf die Schulter und vergisst, dass der Zubau bei Wind in Deutschland so lange dauert, dass die Weichen schon lange vorher gestellt wurden. Die andere Seite der Entwicklung wird gern verschwiegen oder wie man auch lapidar sagen könnte, Operation gelungen, Patient zwar noch nicht tot, aber auf keinem guten Weg. ...
Jetzt kann man sich natürlich freuen, dass der Anteil von Wind und Solar in 2023 prozentual gestiegen ist, wer das macht, sollte sich aber fragen, wieso gegen alle Prognosen die Erzeugung von Strom sank und auch nicht durch Importe im gleichen Maß ausgeglichen wurde. Ein Effizienzsprung scheidet aus, es ist der Rückgang der Wirtschaftsleistung und es wird weniger Strom exportiert. Per Saldo hat sich Deutschland zu einem Importeur gewandelt. Energie-intensive Branchen produzieren weniger oder verlagern gleich die Produktion in Länder, wo die Energiepreise attraktiver sind. Bei einem Wirtschaftsminister müssten alle Alarmglocken läuten, Habeck lobt sich aber lieber selbst.
Die schlechte Entwicklung bestätigt auch ein Sprecher von Agora-Energiewende im Spiegel.
“Nur rund 15 Prozent des Rückgangs führen die Studienautoren auf dauerhafte Einsparungen zum Beispiel durch den Ausbau erneuerbarer Energien, eine effizientere Nutzung von Energie und den Umstieg auf klimafreundlichere Brennstoffe zurück. Etwa die Hälfte geht demnach auf kurzfristige Effekte wie den geringeren Stromverbrauch zurück. Die niedrigeren Emissionen liegen auch am Schwächeln der deutschen Industrie, insbesondere die Produktion der energieintensiven Industrie brach ein. »Der krisenbedingte Produktionseinbruch schwächt den Industriestandort Deutschland. Wenn in der Folge Emissionen lediglich ins Ausland verlagert werden, ist auch für das Klima nichts gewonnen«, so Müller.”
https://strom-report.com/strommix/
https://www.spiegel.de/wissenschaft/deutscher-co-ausstoss-sinkt-offenbar-auf-niedrigsten-wert-seit-1950-a-6e9c1f9b-53a4-41e1-aa7b-d3d840c3dfcb?sara_ref=re-so-app-sh
LG, Albrecht ( 08.01.2024 )