06.01.2024
Hallo Thorsten,
am 27.09.2023 hast Du geschrieben:
"..Der Witz ist, wir importieren in steigendem Maße volatilen EE Strom von unseren Nachbarn. Nicht weil wir zu wenig Strom selber produzieren könnten, sondern weil es billiger ist, als hier konventionelle Kraftwerke anzufahren. Wir haben einen europäischen Strommarkt und kaufen dort, wo er am Günstigsten ist. Strom in Deutschland ist noch nie so CO2 arm und nachhaltig produziert worden, wie aktuell..."
Na ja, ich weiß nicht. Hier lese ich etwas deutlich davon Abweichendes:
Deutschland produzierte im Jahr 2023 insgesamt fast zehn Prozent weniger Strom und wurde erstmals seit 2002 wieder zum Nettostromimporteur. Die Importe stiegen um 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Exporte um 24,7 Prozent sanken. Dies beunruhigt Experten wie den energiepolitischen Sprecher der FDP, Michael Kruse, der auf die Abhängigkeit von ausländischem Strom in Zeiten unzuverlässiger erneuerbarer Energiequellen hinweist....Der Import von französischem Atomstrom stieg um 233 Prozentpunkte gegenüber 2022, als viele französische Atomkraftwerke außer Betrieb waren. Etwa ein Viertel des importierten Stroms stammt aus Atomkraftwerken, während etwa 50 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen.
Die niedrige Stromproduktion und hohe Importquote sind eng mit den hohen Kosten der deutschen Stromerzeugung verknüpft, insbesondere aufgrund des teuren LNG-Gases aus den USA. Laut Professor Christian Rehtanz von der Technischen Universität Dortmund kann deutscher Strom solange nicht günstiger sein als in den USA, solange LNG-Gas aus den USA importiert wird. Dieses Gas ist oft Fracking-Gas und daher klimaschädlich.
https://blackout-news.de/aktuelles/stromimport-alarm-in-deutschland-niedrige-produktion-hohe-kosten-und-atomstromanstieg/
LG, Albrecht ( 06.01.2024 )