30.12.2023
"Der Bürokratismus war auch früher schon extrem. Gefühlt ist es seit der Ampel noch mal extrem angestiegen"
Das ist das Problem mannigfaltigen Regierungskritik (nicht erst die Ampel betreffend). Vieles entspringt mehr einem Gefühl, als der realen Sachlage.
Warum wird (jetzt, auch und vor allem von der Opposition) über hohe Energiepreise gejammert? Ein nicht zuletzt strukturelles Problem, das die Vorgängerregierungen maßgeblich verursacht und zu verantworten haben. Warum wird immer nur ein gegühltes Mehr an Bürokratie wahrgenommen?
Warum wird nicht honoriert, dass Aufbau Anmeldung und Betrieb von PV Anlagen deutlich einfacher geworden ist? Warum wird nicht honoriert, dass Energipreisexplosionen infolge des Ukraine-Krieges schnell abgefeuert wurden, alternative Bezugsquellen für Erdgas (LNG) in Rekordzeit geschaffen wurden, Gas- und Strompreisbremsen eingeführt wurden und auch ein verbilligter Industriestrompreis kommt?
Da wird wegen einer gefühlten Deindustrialisierung gejammert, aber Rekordgewinne der Energiewirtschaft klaglos geschluckt. Machen sollen andere; vor allem der Staat. Nenne ich Vollkaskomentalität einer übersatten Bevölkerung. Sehe ich sehr deutlich in der aktuellen Hochwasserlage. "Hilfe, in meinem Keller stehen 2cm Wasser. Kommt schnell und lasst alles andere stehen und liegen"; z.b. Absicherung von Umspannwerken und Deichen. Da gehen nachts Leute los und schalten Hochwasserpumpen ab, weil sie zu laut sind. Hey, soll das Dorf doch ablaufen, Hauptsache ich kann schlafen.
Nein, das Problem ist nicht die Ampel. Das Problem sind wir alle. Alle die immer egoistischen leben und handeln. Alle, die über die Verhältnisse der natürlichen Ressourcen leben. Alle, die immer weniger kompromissbereit sind. Alle die immer erst mal alle Anderen machen lassen wollen.
Lokomotiven oder Schienrn zuerst? Am besten gleichzeitig. Da das aber oftmals nicht geht, ist es eben fast egal. Anfangen! Ist wichtiger, als totdiskutieren und Henne-Ei Probleme wälzen und gar nichts machen.