Forum: Gesundheit - Oxidativer und nitrosativer Stress durch mehr als 3 Gramm Vitamin C pro Tag !

0 Lesezeichen
Anzeigen pro Seite
Chester B. 186 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Fortsetzung:

"

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Chester B. 186 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Ich habe die KI gefragt, ob das stimmt, was im neuen Strunz-Buch steht zu > 3 g Vit. C und ox. Stress:

"Keine belastbare Evidenz, dass ≥3 g Vitamin C/Tag bei Gesunden oxidativen oder nitrosativen Stress verursachen.

✅ Die Aussage basiert auf theoretischen und in-vitro-Mechanismen

⚠️ Nur bei bestimmten Vorerkrankungen relevant

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
SK 324 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

... und jetzt habe ich gezielt nach Lipidperoxidation gefragt.

Lipidperoxidation ist ein zentraler Marker für oxidativen Stress. Dabei greifen freie Radikale (z. B. ROS) ungesättigte Fettsäuren in Zellmembranen und Lipoproteinen (wie LDL) an. Das führt zu Kettenreaktionen, bei denen schädliche Produkte wie Malondialdehyd (MDA) oder F₂-Isoprostane entstehen. Das schädigt Zellen, fördert Entzündungen, Atherosklerose und Alterungsprozesse.

Wie wirkt hohes Vitamin C darauf?

Kurz gesagt: Hohe Dosen Vitamin C reduzieren Lipidperoxidation in den allermeisten Fällen – auch bei Megadosen. Es wirkt als wasserlösliches Antioxidans, das Lipidperoxidation in der wässrigen Phase (Plasma, Zytosol) stoppt und Vitamin E (das fettlösliche Antioxidans) regeneriert.

Wichtige Studien-Evidenz

  • Bei gesunden Menschen und oralen hohen Dosen (500 mg–1 g/Tag): Vitamin C senkt Marker wie 8-iso-PGF₂α und MDA ähnlich stark wie Vitamin E. Kombi mit Vitamin E bringt oft noch mehr, aber Vitamin C allein wirkt schon gut.
  • Bei sehr hohen/IV-Dosen (10–100 g): In klinischen Situationen (Verbrennungen, Sepsis, Vergiftungen, Sport) reduziert es Lipidperoxidation in Lunge, Plasma und Gewebe deutlich. Es schützt sogar bei Eisenüberladung (wo pro-oxidative Effekte theoretisch möglich wären).
  • Ausnahmen (selten): In manchen Tiermodellen oder bei extrem spezifischen Entzündungen (z. B. bakterienfreie Peritonitis) zeigte sich kein Effekt. Aber das sind Einzelfälle – der Trend ist klar schützend.

Bezug zu deiner Frage nach oxidativem Stress

Hohe Vitamin-C-Gaben machen keinen systemischen Schaden durch Lipidperoxidation – im Gegenteil. Die pro-oxidative Wirkung (H₂O₂-Bildung) tritt hauptsächlich lokal in Krebszellen auf (dort gewollt) oder in vitro mit viel Eisen. Im gesunden Körper überwiegt der antioxidative Schutz.

Praktischer Tipp: Wenn du hohe Dosen nimmst (oral oder IV), ist das bezüglich Lipidperoxidation unproblematisch und oft sogar vorteilhaft (z. B. bei Sport, Entzündungen oder oxidativem Stress). Kombiniere es ggf. mit Vitamin E oder anderen Antioxidantien für den maximalen Effekt.

1 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
SK 324 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo Chester,

kannst Du Studien angeben, die belegen, dass der oxidative Stress ab 3g steigt?

Selbst habe ich dazu nichts gefunden.

Viele Grüße
SK

Hier ist die Antwort der KI im Detail:

Ja, hohe Dosen Vitamin C können in bestimmten Situationen oxidativen Stress fördern – aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Es hängt stark von der Dosis, der Darreichungsform (oral vs. intravenös) und dem individuellen Kontext ab. Vitamin C hat eine duale Natur: Es ist primär ein starkes Antioxidans, kann aber bei sehr hohen Konzentrationen pro-oxidativ wirken.

Kurze Erklärung der Mechanismen

  • Niedrige bis normale Dosen (z. B. 100–500 mg/Tag): Vitamin C fängt freie Radikale ab, regeneriert andere Antioxidantien (wie Vitamin E) und reduziert oxidativen Stress deutlich. Das ist der klassische Effekt.
  • Hohe Dosen (oral >2 g/Tag oder intravenös ab ca. 10–50 g):
    • Es kann Eisen und Kupfer reduzieren und so die Fenton-Reaktion ankurbeln → Bildung von Hydroxylradikalen und Wasserstoffperoxid (H₂O₂).
    • Dadurch entsteht lokal oxidativer Stress – das ist sogar der gewollte Effekt in der Krebs-Therapie (hochdosiertes IV-Vitamin C tötet Tumorzellen selektiv über H₂O₂).
    • Bei gesunden Zellen wird das meist gut abgefangen (durch Katalase, Glutathion etc.).

Was sagt die Studienlage?

Pro-oxidative Effekte (ja, es gibt sie):

  • In Zellkulturen und Tierversuchen: Hohe Konzentrationen erzeugen H₂O₂ und können DNA-Schäden fördern, besonders in Kombination mit Eisen/Zink.
  • Bei Krebs: Absichtlich genutzt – pharmakologische Dosen (IV) wirken pro-oxidativ und töten Krebszellen.
  • Einzelne ältere Studien (z. B. 1998) hatten Bedenken wegen DNA-Oxidation, die sich aber später als methodisch schwach herausstellten.

Antioxidative Effekte bei hohen Dosen (überwiegt in der Praxis):

  • Viele Humanstudien mit hochdosiertem IV-Vitamin C (bis 100 mg/kg) bei Gesunden zeigen keine Erhöhung pro-oxidativer Marker – im Gegenteil: Es sinkt oft oxidativer Stress.
  • Bei Entzündungen, Sepsis, COVID oder Fatigue: Hohe Dosen reduzieren oxidativen Stress, Entzündungswerte und verbessern die Erholung.
  • Linus Pauling Institute und große Reviews: Bis 10 g/Tag oral gibt es keine Hinweise auf toxischen oxidativen Schaden bei gesunden Menschen.
    Darreichung Typische hohe Dosis Wirkung auf oxidativen Stress Typische Anwendung
    Oral 2–10 g/Tag Meist antioxidativ, selten pro-oxidativ Immunboost, Erkältung
    IV 10–100 g/Infusion Kann pro-oxidativ sein (gewollt bei Krebs) Therapie (Krebs, Fatigue, Infekte)
     

    Für wen ist es relevant?

    • Gesunde Menschen: Hohe orale Dosen (z. B. 3–5 g/Tag) sind in der Regel sicher und reduzieren eher oxidativen Stress. Der Körper scheidet Überschuss aus.
    • Bei Eisenüberladung (z. B. Hämochromatose) oder starkem oxidativem Stress (Raucher, Entzündungen): Vorsicht – hier kann es verstärken.
    • In der Therapie: Hochdosiertes IV-Vitamin C wird bewusst pro-oxidativ eingesetzt (z. B. bei Krebs) und ist dort oft sehr wirksam.

    Fazit: Hohe Gaben Vitamin C verursachen nicht automatisch schädlichen oxidativen Stress. Bei den meisten Menschen wirken sie sogar schützend. Die pro-oxidative Seite ist real, aber meist nur bei extrem hohen IV-Dosen und in spezifischen Kontexten relevant – und dann oft therapeutisch gewollt.

 
1 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Ole 2040 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

Hej Chester

du bist mit deinen übertriebende Sport im Überlastungszustand, das ist keine normaler Trainingsefft mehr. Vitamin C ist bestimmt nicht verantwortlich dafür.

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
SK 324 Kommentare Angemeldet am: 11.11.2024

Hallo Chester,

meinem Verständnis nach entstehen Lipidperoxide, wenn man ZU WENIG Antioxidantien hat.

Und ja, Vitamin C wird selbst ein Radikal, nachdem es als Antioxidans genutzt wurde.

ABER: Vitamin C hat nicht nur eine Rolle als Antioxidans, sondern auch als Co-Faktor für verschiedene Enzyme.

Für mich als Lösung nehme ich neben Vitamin C auch noch andere Antioxidantien wie z.B. Astaxanthin
(wird kein Radikel, wenn es oxidiert wird), OPC, Vitamin E etc.

Viele Grüße
SK

1 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Chester B. 186 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hallo Angela,

Ich möchte dir das nicht schlechtreden.

Ich habe ja, bis ich das von Frau Jacoby las, auch hohe Dosen genommen.

Oxidativen Stress bemerkt man kaum, es sei denn, er ist extrem hoch, dann kann man nicht mehr schlafen.

Aber ich habe Lipidperoxide messen lassen und nehme daher jetzt nicht mehr als 3 g / Tag.

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Angela 533 Kommentare Angemeldet am: 31.12.2020

Hallo, ich habe mich in den letzten Jahren sehr viel mit Vitamin C beschäftigt, bedingt durch meine chronische Erkrankung. Ich nehme seit ein paar Jahren täglich ca. 12g Vitamin C, bei beginnenden Infekten erhöhe ich es etwas. Ich kann nur über gute Erfahrungen berichten, Durchfall habe ich nie davon bekommen. Mir würde es mit meiner unheilbaren Krankheit, laut Schulmedizin sicherlich viel schlechter gehen, wenn ich die vielen NEMS, darunter Vitamin C nicht ausprobiert hätte. Das Vitamin C nehme ich in unterschiedlichen Formen. Eine " Nebenwirkung" des Vitamin C ist die Veränderung meines Zahnfleisches, es war früher eher bläulich, jetzt ist es rosa und ich hatte früher ständig Zahnwurzelentzündungen, das ist jetzt vorbei. Ich freue mich immer, wenn Menschen in meinem Umfeld, darunter meine Mutter den Ratschlag annehmen Vitamin C einzunehmen. 

LG Angela

1 Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Chester B. 186 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Bevor ich das wusste, was Kristina Jacoby im neuen Strunz-Buch schreibt, habe ich auch diese hohen Vitamin C-Dosen genommen, aber natürlich gepuffertes (von Sunday).

Oxidativer und nitrosativer Stress durch Sport ist ein sehr komplexes Thema.

Ich habe dazu sehr viel die KI befragt und viele gute Tipps bekommen:

100 g Kohlenhydrate nach dem Training im Essen stoppen oxidativen Stress.

NAC abends an Trainingstagen 600 mg, an trainingsfreien Tagen 1.200 mg abends, jeweils mit 3 g Glycin und 5 g Glutamin.

Vitamin E ist der Lipidperoxid-Stopper, aber nicht rund ums Training nehmen.

Omega-3:

zu viel erhöht die Lipidperoxidation, wenn Antioxidantien fehlen. Die Balance ist entscheidend.

Trainingsvolumen ROS-ärmer gestalten, nicht jedes Training nahe Muskelversagen, RIR 1 - 2 statt 0.

Ich habe vorher keine Pausen gemacht, sondern einen Supersatz nach dem anderen.

Ein zu großer Stress macht den Körper schwächer.

Ein kleiner kontrollierter Stress macht ihn stärker.

Lipidperoxidation bedeutet echte Zellmembranschädigung, die Zellmembranen werden oxidiert.

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Chester B. 186 Kommentare Angemeldet am: 18.04.2020

Hi Roger,

das, was Frau Jacoby im neuen Strunzbuch schreibt, ist der neueste Stand der Wissenschaft.

Diese Erkenntnisse gab es noch nicht, als Strunz Diel zu diesen hohen Vitamin C-Mengen geraten hat.

Ich als jemand, der viel Sport treibt, muss auf oxidativen Stress achten !!!

Guck dir mal an, was Kuklinski in seinen "Mitochondrien" alles zu oxidativem und nitrosativem Stress schreibt.

Ich habe bis vor nicht langer Zeit auch diese hohen Mengen an Vitamin C genommen.

Diese Zeiten sind für mich vorbei.

"Man muss sich halt vor Augen halten, dass selbst unter Infektion die Vitamin-C-Spiegel etwa bei 1-3 g gesättigt sind. Im normalen Tagesbetrieb erreicht man mit ca. 500 mg die Sättigung im Blut und in den Geweben. Da passiert dann einfach nicht mehr viel. Alles darüber hinaus kann sicher therapeutische Wirkung haben, aber dann nicht mehr über normale physiologische Prozesse (mit Nebenwirkungen dann!). Das sollte man noch auseinanderhalten..."

schreibt Chris: https://forum.genetisches-maximum.de/public/d/5188-softplaques/336

Personen gefällt dieser Kommentar Diese Funktion steht nur mit einem Forum-Account zur Verfügung.
Anzeigen pro Seite
Copyright © 2013-gegenwärtig Magento, Inc. Alle Rechte vorbehalten.