Liebe Foristen,
auf diesen Fachartikel von Uwe Gräber und Michael F. Holick
https://econtent.hogrefe.com/doi/full/10.1024/0300-9831/a000693
weist der newsletter vom 08.02.201 des " diagnostisches-centrum.de " hin, aus dem folgende Zusammenfassung stammt:
" In dem Fachartikel werden fünf Mikronährstoffe vorgestellt, die für die Prävention und Behandlung von Covid-19 eine sehr große Bedeutung haben, nämlich Vitamin D, Vitamin A, Vitamin C, Selen und Zink. Für diese Mikronährstoffe liegen die meisten Erkenntnisse und Daten vor. Die immunmodulatorischen Effekte dieser Mikronährstoffe sind auch unumstritten. Die Lektüre dieses Fachartikels kann bei ausreichenden Englischkenntnissen jedem empfohlen werden, der qualifizierte Informationen zum Thema Mikronährstoffe und Covid-19 sucht.
Im Rahmen eines Newsletters können natürlich nur einige wenige Aspekte erwähnt werden:
-)Der Mikronährstoffbedarf bei älteren Menschen ist höher als bei jungen Erwachsenen, gleichzeitig bestehen bei älteren Menschen sehr häufig eine Fehlernährung und ein schlechter Nährstoffstatus.
-)Eine Vitamin-D-Supplementierung reduziert nicht nur die Sterblichkeitsrate bei kritisch kranken Covid-19-Patienten, sondern fördert auch die Entfernung von Viren bei Patienten, die keine oder nur milde Symptome haben. Bei einer 25(OH)D- Konzentration von 55 Nanogramm/Milliliter ist das Risiko für eine Coronainfektion am geringsten. Vitamin D hat einen Schutzeffekt gegen eine Überaktivität des Immunsystems und gegen den sogenannten Zytokin-Sturm bei schwerkranken Covid-19-Patienten.
-)Zur Supplementierung von Vitamin A ist die Einnahme von Beta Carotin wenig geeignet. Beta Carotin ist zwar die Vorstufe von Vitamin A, allerdings wurde die Umwandlungsrate in früherer Zeit als viel zu hoch eingestuft. Realistischerweise dürfte die Umwandlungsrate nicht 6 zu 1, sondern 28 zu 1 betragen - das heißt, 28 mg Beta-Carotin ist gleich 1 mg Retinol. Vitamin A blockiert die Bildung von Zytokinen, die für die Entzündungsaktivität verantwortlich sind. Vitamin A verbessert auch die Abwehrleistung von Schleimhäuten sowohl im Darm als auch in den Lungenbläschen.
-)Ein Vitamin-C-Mangel oder eine unzureichende Vitamin-C- Versorgung kommt wesentlich häufiger vor als früher angenommen. Bei älteren Krankenhauspatienten können bis zu 80 Prozent einen Vitamin-C-Mangel aufweisen.
-)Die Selenkonzentration im Blutserum sollte zwischen 130 und 150 µg/Liter betragen. In Mitteleuropa sind die Böden selenarm, was sich durch den Klimawandel noch weiter verschärfen wird.
-)Zink hat eine Schlüsselrolle unter den Mikronährstoffen für die Aufrechterhaltung einer normalen Immunfunktion. Niedrige Zinkkonzentrationen bei Covid-19-Patienten korrelieren signifikant mit einer schlechteren Symptomatik, einem längeren Krankenhausaufenthalt und einer höheren Sterblichkeit. Der Ausgleich eines Zink- und/oder Selenmangels unterstützt auch die Rekonvaleszenz, also Genesungszeit, bei Covid-19.
LG, Albrecht