12.08.2020
"daher ist ein Vergleich der absoluten Fallzahlen irreführend und verfälschend."
Aus diesem Grund gibt es ja für Intetessierte die Informationen zur Positivrate der Tests.
"Die Testergebnisse werden derzeit nicht um falsch-positive Ergebnisse bereinigt;"
Wie auch, wenn diese nur ansatzweise bekannt ist / abgeschätzt werden kann?
Die Testergebnisse werden übrigens auch nicht um die Falsch-Negativen korrigiert.
"die Falsch-Positiv-Rate liegt dabei ungefähr in der gleichen Größenordnung (etwa ein Prozent) wie der aktuelle Anteil positiv Getesteter; "
Woher stammt diese Erkenntnis? Die falsch-Positv-Rate muss kleiner sein, als die kleinste Gesamt-Positiv-Rate; also <0,6% (u.U. sogar deutlich kleiner).
Wenn der Anteil der Gesamt-Positiven steigt, ist dabei durchaus eine Aussage / Abschätzung der Entwicklung möglich.
"es ist möglich, dass sehr viele, wenn nicht die meisten positiven Tests, auf fehlerhafte Testergebnisse zurückzuführen sind, insbesondere wenn in Gebieten mit geringer Verbreitung des Virus getestet wird."
Ja, jeder(!) Test ist in gewissem Maße Fehleranfällig; abhängig von Vorauswahl, Sensitivität, Spezifität und Prävalenz. Gar nicht zu testen kann aber nicht die Alternative sein. Man muß die Testergebnisse halt richtig interpretieren können.
Die Aussagekraft des Tests steigt übrigens dramatisch an, wenn die positiv Gesteteten ein zweites Mal mit dem gleichen Ergebnis getestet werden.
"Der Test erkennt sehr kleine Fragmente des Virus, auch nichtinfektiöses Material, was für die Bewertung der Gefährlichkeit der epidemischen Situation kaum bis gar keine relevanten Aussagen erlaubt."
Im Gegenteil. Denn auch diese Fragmente müssen irgendwo herkommen. Im Körper werden sie schnell abgebaut. Die wahrscheinlichste Quelle sind Viren, die sich von Wirtszellen haben vermehren lassen. Alternative, schlüssige Erklärungen habe ich noch nicht gesehen.