14.09.2020
Hallo Beate,
willkommen hier im Forum.
Vielleiht magst du noch kurz etwas zu dir ausführen. Z.B. was dich befähigt die fachlichen Qualitäten eine Drosten oder Wieler zu beurteilen.
"Wie wenig Vorstellungsvermögen und fachliche Expertise der Prof. bewiesen hat, daß er nicht weiß, daß Viren aus der, bspw. Influenzagruppe, sich vor allem durch Tröpfchen und Aerosole verbreiten?"
Es gibt einen elementaren Unterschied zwischen Tröpfen und Aerosolen. Aerosole sind mehrere Größenordnungen kleiner, als bloße Tröpchen. Damit liefern Aerosole deutlich schlechtere Bedingungen für die Infektiösität von Viren. Die Absolute Virenlast ist geringer und in den winzigen Aerosoltröpfchen sind die Viren weniger gut vor Umwelteinflüssen geschützt ((UV-)Licht, Verdustung/Trocknung). Es war daher durchaus fraglich, ob von Aerosolen im Falle von SARS-COV-2 überhaupt eine nennenswerte Infektionsgefahr ausgeht.
Und mal ehrlich, es wäre doch auch echt blöd, wenn jemand im Zuge neuerer Erkenntnisse zwanghaft an alten Aussagen festhalten würde, oder?
Nehmen wir nur mal das Thema Corona-Tote und die Diskussion, ob die an oder doch nur "mit" Corona verstorben sind. Da kann man natürlich viel hin und her diskutieren. Wenn man aber z.B. die Zahlen für Übersterblichkeit hinzu nimmt und berücksichtigt, verdichten sich auf einmal die Anzeichen, dass diese Diskussion in vielen Fällen einfach unsinn, weil belanglos ist, da die Corona zuzuschreibenden Todesfälle offenbar vielfach unterschätzt(!!) wurden:
https://www.spektrum.de/news/wie-viele-menschen-starben-wirklich/1766347
Oder auch de Diskussion über den Nachweis von Viren vs. Virenfragmenten, die angeblich noch wochen- oder monatelang nachweisbar seien. Für den Einzelnen Betroffenen mag das durchaus relevant sein, wenn es um eine mögliche Quarantäne geht. Für die Statistik ist es dagegen untergeordneter; schieslich war diese Person mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich infiziert. Darüberhinaus sind die Vertreter dieser Aussageloser-Virenbruchstück-Nachweis Theorie noch Daten schuldig, wie oft dererlei denn überhaupt vorkommt und wie derartige Aussagen zu Erkenntnissen passen, dass der Nachweis im Abstrich nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll möglich ist. Kann es sein dass dieser monate-alte Bruchstücknachweise einfach auf eine entsprechend hohe Zyklenzahl (Ct-Wert) beim Nachweisversuch zurück zuführen ist?
Auch sind die gerne mal als Covidioten bezeichneten Corona-Maßnahmen-Gegner jeden Belg schuldig geblieben, warum international(!) trotz verschiedenster politischer und gesellschaftlicher Systeme massenhaft Gesellschaften und Volkswirtschaften angeblich leichtfertig vor die Wand gefahren werden.
LG
Thorsten