"Warum sollen denn die in der Vergangenheit zur Risikoabschaetzung für notwendig erachteten und erforderlichen Zeiträume plötzlich für die Entwicklung der mRNA-Impfstoffe nicht mehr erforderlich sein?"
Vielleicht sind die bisherigen Zeiträume ja überzogen gewesen und es geht mit entsprechender Prozessoptimierung deutlcih schneller? Man schaue nur mal in die Bereiche der Technik, wie stark hier durch Optimierungen, Synergien und neue Technologien Entwicklungszeiten reduziert werden können.
Wenn ich einen Impstoff mehrere Wochen lang im Hühnerei erbrüten muss, sind diese Wochen halt nötig. Mit gentechnischen Methoden kann ich das aber vielleicht in Stunden oder wenigen Tagen erreichen. Und das gilt für jede nachfolgende Versuchsreihe analog. Wer weiß, wie stark man behörliche Vorgänge beschleunigen kann, wenn Themen mit hoher Priorität bearbeitet werden und nicht erst monatelang bei einem Sachbearbeiter auf dem Schreibtisch vor sich hin gammeln? Wie stark kann man die Auswertung und Dokumentation beschleunigen, wenn man entsprechende Ressourcen zur Verfügung hat? In wieweit kann man Forschung und Entwicklung parallelisieren?
Wer hätte gedacht, dass man ein Krankenhaus in 2 Wochen aufbauen kann (siehe China)? Das wäre hierzulande ein 5-10 Jahres-Projekt.
Und komme jetzt bitte nicht mit dem Beispiel Russland. Deren Regularien zur Impfstoffentwicklung und Erprobung scheinen nicht ganz auf unserem Level zu sein. Aber sie können ggf. wertvolle Erkenntnisse liefern.