09.11.2017
Nur mal al gedankliche Anregung:
Tryptophan, das "Chef Hormon"
https://www.strunz.com/de/news/leben-im-glueck-die-aminosaeuren-teil-ii.html
Dr. Strunz hat beschrieben, wie es funktioniert.
Der Unter-Affe hat das Zeug gespritzt (!) bekommen und durfte daraufhin ein paar Stunden Chef sein. Bis der Körper das Tryptophan wieder abgebaut hat.
Da stellen sich mir zwei Fragen:
1. Ernähren sich die Affen so unterschiedlich, dass einer (der Chef) signifikant mehr Tryptophan zu sich nimmt, als die anderen?
2. Wenn das Tryptophan schon beim Unter-Affen im Körper ist, wieso hält es dann nicht länger an? Bzw. wieso baut der Körper das Tryptophan so schnell wieder ab? Bzw. wieso kann der gepimpte Affe seinen Tryptophanspiegel nicht durch "Chef-Ernährung" oben halten?
Meine These: Die Natur will gar nicht so viele Chefs. Nur Häuptlinge aber keine Krieger hätte z.B. jeden Indianerstamm in die Kriese gestürtzt. Die Häuptlinge rangeln miteinander und es ist kaum noch Fußvolk zum Jagen und Verteidigen da.
Es dürfte ein natürliches Prinzip sein, nur eine geringe Anzahl "echter" Chefs in einer Population zuzulassen. Die anderen bekommen dann aus irgendwelchen Gründen ihren Tryptophanspiegel nicht nach oben, in die Chef-Range. Egal wieviel sie davon einwerfen.
Selbst wenn sie alles richtig machen, bleiben sie in dem Wertebereich, der ihrer Stellung im Kollektiv entspricht, bzw. in dem Wertebereich, den ihr Körper für angemessen hält. Egal, wie die Bluttunig-Soll-Werte aussehen.
Vielleicht wehrt sich der Körper auch gegen ein Zuviel durch zu starken Abbau, sodass man hinterher einen niedrigeren Siegel hat, als vorher.
Nicht "Viel hilft viel" sondern "Weniger ist mehr"?
Jeder Körper hat seinen Set-Point und wenn man nenneswert davon nach oben (Souveränität,Chef-sein-wollen, Muskelaufbau, Leistungsfähigkeit) oder unten (Gewicht, Körperfettanteil) abweichen will, wird es immer schwieriger bzw. der Körper steuert immer stärker dagegen.
Das heißt natürlich nicht, dass man sich nicht verbessern kann, aber nur im Rahmen des Individuellen. Aus einer Drohne wird keine Königin; höchstens eine besssere Drohne. (Es sei denn, die Anlage zur Königin war umständehalber unterdrückt)
Im Gegenzug kann man sich dagegen viel versauen, wenn man sich eigenen Voraussetzungen vermasselt (Fehlernährung, Mangelzustände, epigentisch schlechte Lebensweise).
Alles gar nicht so einfach. Nur oben (Mund) Betriebsstoffe reinschütten, heist nicht, dass die auch alle dort ankommen, wo sie benötigt werden.
Vielleicht muss man Chef-Sein nicht nur wollen und essen, sondern auch Leben (Verantwortung tragen, Entscheidungen treffen, etwas mehr Adrenalin-Junkie werden).
LG,
Thorsten