Neubacher geht es nicht ums Besserwissertum. Hinterher wisse man immer, was besser gewesen wäre. Den Autor stört etwas anderes: „Wie leicht die Freiheitsrechte in unserer angeblich so liberalen Gesellschaft suspendiert wurden.“ Denn zur Demokratie gehören auch Instanzen, die „gerade in Krisenzeiten“ die Regierung kontrollieren, ein Gegengewicht bilden.Genau das habe gefehlt. „Zu wenige widersprachen, als die Politik vor drei Jahren erstmals Schulschließungen anordnete und dann über Monate immer wieder verlängerte“, schreibt der „Spiegel“-Journalist. Weder das Bundesverfassungsgericht noch die Nationale Akademie der Wissenschaften, noch der Deutscher Ethikrat, noch Charité-Virologe Christian Drosten (50). Ein „Riesenversäumnis“, resümiert der Autor und spart auch nicht an Selbstkritik. „Und wir Medien, auch wir beim SPIEGEL, die wir uns gern als vierte Gewalt betrachten?“, fragt der Journalist. Seine Antwort: „Ich fürchte, der Diktator in uns war ziemlich stark.“
Was hat sich geändert ?
Nichts-null ! Der größte Coronaversager KL darf weiter spielen. Er benutzt wieder das RKI mit dubiosen Manipulationen von fragwürdigen Statistiken zu Hitztoten und möchte Maßnahmen beschließen. Er ist auch wieder bei Lanz und die Medien werden seine Ergebnisse kritiklos präsentieren.
Aufklärung, Sanktionen von Versagern, Anstand für Fehler einzustehen und zurückzutreten ?