15.12.2022
Damit wiederholt ihr, was ich hier schon so oft gelesen habe: Das erforderliche Kaloriendefizit, obwohl der Begriff hier nicht auftaucht.
Was ist moderate Fat? Nach einem halben Jahrhundert Antifettpropaganda dürfte den meisten Menschen, die halbwegs auf ihre Ernährung achten und versuchen schlank zu bleiben/werden völlig das Gefühl für normale Fettmengen abhanden gekommen sein. Ich selber habe nie bewußt Fett gespart, immer schon gern ein bißchen Sahne in die Suppe gekippt. Abertatsächlich war es doch immer recht wenig und 20 Eier haben für fünf Personen meist 2 Wochen gereicht.
Die Leute schleppen Unmengen von Fett herum, aber es fehlen ihnen dennoch die fettlöslichen Vitamine. Deshalb brauchen sie auch nährstoffreiches, tierisches Fett. Fettarme Ernährung ist nährstoffarme Ernährung. Wahrscheinlich auch ein Grund für den hohen Bedarf an NEM. Die hoch ungesättigten, schnell oxidierenden, entzündungsfördernden, vitaminfreien Pflanzenöle, die immer empfohlen werden, bringen da auch keine Vorteile, verschärfen Probleme eher noch.
Dann das berühmte Kaloriendefizit, wobei wohl von einem feststehenden Bedarf ausgegangen wird? Fett reduzieren bedeutet Hungersnot, dann sinkt der Grundumsatz. Mit dem frustrierenden Ergebnis, dass man nicht mehr abnimmt, obwohl man kaum noch etwas isst und ständig Hunger hat.
Dann ist es schnell vorbei mit der Compliance: Hunger und Nährstoffmangel führen zu Fressattacken. Fettarm und kh-arm, wo bleibt da der Geschmack? Das wird dann kompensiert durch Übersüßen mit Süßstoffen und künstliches Aroma. Bestes Beispiel sind viele Proteinpulver. Ich muss die mindestens 1:1 mit neutralem Protein mischen, damit ich einigermaßen normal dosieren kann, ohne dass es zu süß wird.