17.08.2023
"Wieso ist dieser Strang "Klima und Co." hier eigentlich im Forum Gesundheit gelandet?"
Darum:
Hallo, wollte mal einen eigenen Thread fuer dieses Theama aufmachen...
Beginne hiermit:
"Wie hoch ist die Temperatur in Hintertupfingen? Mal sehen. Beim Huberbauer im Stall sind’s am Morgen 15 Grad, mittags 24, abends 21, aber das war gestern. ...
[St.W. 15.08.2023]
"Es stellt sich einfach die Frage, ob das mit den Modellrechnungen eben so stimmt."
Kommt darauf an, was man unter "stimmt" versteht. Ein exaktes Abbild oder eine 100% Vorhersage wird man nie erreichen können. Es ist eben ein Modell und soll eine ausreichend genaue Beschreibung und Vorschau liefern. Hier bist du offenbar der Ansicht, dass das nicht der Fall ist; freilich ohne stichhaltig zu belegen, warum nicht. Für mich ist die Aussagekraft dieser Modelle ausreichend hoch, um daraus einen Handlungsbedarf ableiten zu können.
"Weiterhin stellt sich die Frage, ob es einer Panik bedarf!"
Welche Panik? Es gibt einen Handlungsbedarf und der muss umgesetzt werden. Je länger man wartet, umso drastischer müssen diese Handlungsschritte ausfallen, wenn man keine noch größeren Folgen in Kauf nehmen will. Eigentlich ganz einfach.
Wenn ich mit 220km/h auf ein Stauende zufahre und schon 1,0km vorher vom Gas gehe und 1000m vorher anfange zu bremsen, hat das nichts mit Panik zu tun. Wenn ich erst ab 500m vorher reagiere muss ich zwar stärker bremsen und es drückt mich vielleicht schon unangenehm in den Sicherheitsgurt, aber mit Panik hat auch das noch nichts zu tun. Wenn ich aber erst 100m vor dem Aufprall einsehe/realisere, dass da ein "Problem" auf mich zukommt, dann kann es schon sein, dass Panik ausbricht und unkoordiniert voll gebremst und die Lenkung verrissen wird. Stefan ist in dem Fall der Beifahrer, der dem Fahrer bei 500m versucht klar zu machen, dass der Stau vielleicht gar keiner ist bzw. sich auflöst, bis wir da sind und der das mäßige Bremsen als Panik bezeichnet...
"Oder koennte man in halbwegs natuerlicher Weise, ohne alles bisher Erreichte kaputt zu machen, einen langfristig gesuenderen Weg finden???"
Ja, wäre schön. Hätte möglicherweise klappen können, wenn man nicht >16Jahre gepennt hätte und alle Beteiligten an einem Strang gezogen hätten. Oder wenn die Exxon Studie aus den 70ern zeitnah publik gemacht worden wäre.
"obwohl man damit keine Reduzierung der weltweiten Tenperatur erreichen kann. Denn mit den Folgen der Erwärmung werden wir trotzdem konfrontiert und haben dann kein Geld mehr, um mit diesen Folgen umzugehen."
Es geht schlicht darum, die Auswirkungen und Effekte möglichst gering zu halten. Wenn eine Reduzierung der Temperaturen nicht erreicht werden kann, so kann wenigstens der Anstieg gemindert/verlangsamt werden. Der Aufwand, die Kosten jetzt muss man dann gegen die möglicherweise erheblich höheren Kosten später abwägen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass das Thema Klimawandel schon mindestens 40 Jahre alt ist und man in dieser Zeit blauäugig auf Kosten der damialigen Zukunft (dem aktuellen Jetzt) gehandelt und gelebt hat. Deswegen haben wir die Probleme ja. Aber weil es sowieso zu entsprechenden Klimaveränderungsfolgen kommen wird brauchen wir uns heute nicht anstrengen und lassen dafür dann unsere Kinder und Enkel die Suppe auslöffeln? Nach uns die Sintflut (buchstäblich)? Eine sicherlich mögliche Sichtweise. Aber nicht meine.