28.05.2018
Was waere, wenn die Keto-Krebsbekaempfung nichts mit Aushungern zu tun hat, sondern die Praesenz von Ketonkoerpern dem Krebs schadet?
Stefan, das wäre z.B. so ein Punkt: Was wäre, wenn Der Krebstumor gerade bevorzugt Ketonkörper als Energiesubstrat präferiert?
De facto ist der heutige Stand der Wissenschaft, dass es den Krebs nicht gibt. Jeder Krebs ist anders, hat einen anderen Metabolismus. Bevorzugt der eine Glucose, verarbeitet der ander besonders gern die Ketone. Andere lieben Laktat und den nächsten ist das alles völlig egal die verbraten alles, was da ist!
Das Ganze wird zusammengefasst unter dem Begriff "Warburb-Reverse-Effekt"
Um sicher zu gehen muss nach einer Krebsdiagnose zumindest ein TKTL1-Test folgen. Ist dieser positiv, kann man davon ausgehen, es mit einem Vergehrer zu tun zu haben. Doch selbst Dr. Coy, der die TKTL1-Thematik vorantrieb, geht in der Krebstherapie davon aus, dass die Ketose erst 3(!) Tage vor der Chemo erfolgen soll! Das nur, um den Krebs zu stressen, sofern er ein Vergärer ist. Denn auch diese Krebsart kann problemlos auf ander Energiesubstrat zurückgreifen oder auf anderen Wegen zur Glucose kommen. Das geht so weit, das der Krebs sogar andere Zellen dazu bringen kann, Glucose zu erzeugen. Da redet man von Versklavung dieser Zellen durch den Krebs.
Leider ist das Problem Krebs nicht so einfach, Zucker runter, Krebs ade!
Das Einzige, was ich mir noch vorstellen könnte, wäre eine positive Eigenschaft der Ketose, bzw. Low carbs, dass diese den AMPK-Signalweg initieren. Gerade Krebszellen, als schnell wachsende Zellen, benötigen ein eher anaboles Niveau. Im Hinblick darauf, hätte Keto seine Berechtigung. Überbewerte würde ich das aber nicht, ich würde das eher als ein Mosaikstein im Ganzen sehen.
Selbst der Doc schreibt zu diesem Thema zunehmend resigniert. Er hat mal eine Studie zitiert, dass die Wirkung der Ketose, gleichzusetzen wäre, mit Low Carb und viel Protein in Bezug auf den Krebs. Auch danach scheint mir persönlich die Wahrscheinlichkeit größer, das AMPK der Schlüssel sein könnte, aber nicht der Glucoseverzicht.
...oder wie Robert schreibt, den ganzen Tag radfahren...da wären wir dann auch bei AMPK.