04.07.2025
Hallo,
ich hätte dieselbe Frage wie Patricia gestellt. Dazu die Frage, von wann die erwähnte Strunz-News ist.
Ich hatte ja in meinen Beiträgen zwei Quellen genannt. Daraus kann man ja mal zitieren (auch wenn‘s etwas länger ist):
Als 1998 die ursprüngliche Zulassung durch die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) erfolgte, geschah dies unter folgenden Annahmen:
- Stabilität im Körper: Sucralose soll fast vollständig und unverändert den Darm passieren und wieder ausgeschieden werden.
- Keine Wirkung auf das Darmmikrobiom: Sucralose sollte inert, also biologisch inaktiv, sein und keinen Einfluss auf die Bakterien haben.
- Keine Beeinträchtigung der Darmbarriere: Sucralose sollte keine schädliche Wirkung auf die Darmwand haben.
- Keine Bioakkumulation: Sucralose sollte sich nicht im Körper anreichern.
- Keine Auswirkungen auf den Glukose- oder Insulinstoffwechsel: Sucralose sollte keine Wechselwirkungen mit dem Blutzuckerspiegel haben.
- Keine krebserregenden Eigenschaften: Sucralose sollte das Krebsrisiko nicht erhöhen.
Heute wissen wir: Alle Annahmen scheinen falsch zu sein. Dies bestätigen an Menschen und Tieren durchgeführte Studien.
Demnach also „Menschen und Tiere“.
Und bei edubily findet man:
Die Studie, die alles änderte
Im Jahr 2018 zeigte die mutige Dr. Susan Schiffman – Professorin für Medizinische Ingenieurwissenschaften an der North Carolina State University – mit ihrem Team, dass Sucralose im Körper doch in relevanten Mengen verstoffwechselt wird und sich verändert⁴.
Früher, als die Behörden Sucralose zugelassen haben, konnte man das nicht wissen: Die modernen Testmethoden, die bei dieser Studie zum Einsatz kamen, gab es damals schlicht noch nicht.
2023 wollte die Forschergruppe um Schiffman es dann genau wissen und identifizierte einen dieser Metaboliten eindeutig: Sucralose-6-Acetat⁵. Und der Stoff hat es in sich.
Sucralose-6-Acetat war bis dahin unbekannt. Sucralose wandelt sich im sauren Milieu des Magens oder durch Bakterien im Darm teilweise in diesen fiesen Stoff um. So wird aus der harmlosen Sucralose ein Stoff der genotoxisch wirkt. Er kann demnach DNA-Schäden verursachen. Das wurde in menschlichen Blut- und Darmzellen gezeigt.
Sucralose-6-Acetat muss nicht erst im Körper entstehen. Es kann sogar schon in handelsüblicher Sucralose enthalten sein. Man nimmt es unter Umständen mit einem Shake also schon unmittelbar auf. Das macht das Thema auch für dich relevant.
Ein konkretes Beispiel:
In normalen Eiweißpulvern mit Sucralose finden sich locker 50 mg und mehr Sucralose pro Portion.
In der Studie von 2023 wurde in handelsüblicher Sucralose ein Anteil von bis zu 0,67 % des bösen Sucralose-6-Acetat nachgewiesen. Das wären bereits 335 µg bei 50 mg Sucralose.
Die kritische Schwelle liegt laut der Studie bei etwa 70 µg. Selbst ein einziger Shake wäre demnach schon bedenklich. Das was der Körper umwandelt, ist da noch gar nicht eingerechnet.
Doch damit nicht genug: Der Metabolit scheint auch zu leaky gut zu führen, was frühere Studien schon vermuten ließen. Zudem verstärkt der Stoff Entzündungsreaktionen, es stresst Zellen oxidativ und hemmt wichtige Entgiftungsenzyme. Na toll.
Dr. Susan Schiffman bringt es auf den Punkt:
„Da Sucralose-6-Acetat genotoxisch wirkt, und auch direkt in Sucralose selbst in Spuren enthalten sein kann, ist es sinnvoll, Produkte mit Sucralose komplett zu meiden."
Soweit edubily. Man muss ja nicht alles glauben, aber irgendwie scheint mir Sucralose doch eine andere Nummer zu sein als Aspartat mit seinen zwei Aminosäuren. Und die Rattenstudien stammen - lt. edubily - von 2008.
Viele Grüße
Elli