26.03.2021
Nena erklärt auf den Nachdenkseiten die Welt… Währenddessen nimmt die Patientenzahl auf den Intensivstationen wieder mit Covid 19 zu, auch diese recht oberflächlichen RKI-Messung lassen den Schluss zu, dass sich die Infektionslage verändert, auch wenn die Positivraten der PCR´S nicht zugleich mit den Messungen veröffentlicht werden. Die tatsächlichen Auswirkungen dieser steigenden Zahlen wird man in ca. 4-5 Wochen sehen. (5 Wochen? Wenn es nicht mehr die Höchstbetagten trifft, dann betrifft es eher jüngere Altersgruppen, die haben einen längeren Überlebenskampf aufgrund der B1.1.7 Variante.)
Zur Gewaltfreiheit der sog. Querdenker-Bewegung: bekannte Protagonisten der Szene haben oft genug und wiederholt die Regierung mit einem Regime aus der deutschen Vergangenheit verglichen, die aktivistische Prozesslawine – die sich aus abgewiesenen Klagen ergibt – soll dazu führen, dass der Nürnberger Prozess neu aufgelegt wird. (Allgemein bekannte Aussagen von Füllmich u. a., auch vom Corona-Ausschuss.) Die Szene ist in ihrer Rhetorik mindestens so gewaltfrei, dass der Verfassungsschutz sie beobachtet. (Quelle: Nun ja, es gibt nicht viele Medien, die herüber berichten, sie wurden zuvor schon benannt.) Überhaupt: Die VT-Floskeln, dass asymptomatische Infektionsketten angeblich nicht bestehen würden, das Virus insgesamt recht harmlos sei führt zu steigender Virusverbreitung in Gegenden, in denen viele der Querdenker räumlich zusammenkommen. (Verschiedene Quellen, u. a. Kekule) In manchen Städten ist die Inzidenz nach Einströmen der Demonstranten gestiegen, somit auch die klinischen Fälle von Covid 19 incl. der schwersten Folgen. Selbstverständlich ist das in den Augen der Querdenker keine Form von Gewalt, es handelt sich um das Recht auf freie Meinungsäußerung. Um welche Form von Gewaltfreihit handelt es sich denn genau? Um diejenige, die kommuniziert wird, oder um jene, die sich gesellschaftlich auswirkt?
Derweil läuft in Tübingen erfolgreich das Konzept von Boris Palmer und Frau Dr. Lisa Federle, u. a. im Vorigen Jahr mit Kekule erarbeitet (Stichwort: Smart-Konzept). Mit negativen Schnelltesten erhalten die Bürger einen Tagesausweis, die Händler und die Gastronomie können dort überleben und ihren Geschäften nachgehen, in Kultureinrichtungen werden Theaterstücke mit professionellen Schauspielern aufgeführt, auch Musiker können durch Konzertveranstaltungen wieder einkommen erwirtschaften. Selbst ein Lauterbach wir mit seiner Kritik, dass dieses Modell zum Scheitern verurteilt ist mit Zahlen, Daten und Fakten in seine Schranken verwiesen. (Es gibt viele Informationen auf YT und Meldungen im Web hierzu.)
Jedoch interessiert so etwas die Querdenker eher weniger. Sie ziehen es vor, sich von Wodarg und Co. die Welt erklären zu lassen. Nachdem diese Welterklärung passiert ist, wissen sie ganz genau, dass diese Leute genau das gesagt haben, was sich sie selbst auch immer gedacht haben, unabhängig davon, dass Wunschdenken der Ausgangszustand war. Auch ist es nicht notwendig, diese Corona-Ausschuss-Medien zu hinterfragen und abzugleichen. Wohingegen man die Berichterstattungen in den ÖR stets abgleichen muss, da jedes Medium seine eigene Färbung hat – das war schon immer so, und es wird sich auch nicht ändern -, jedoch kann sich hieraus ein sinnvolles Gesamtbild ergeben. Oder eben auch nicht.