25.04.2021
Hallo Thorsten,
"Von Berufsverbot kann in dem Zusammenhang je wohl keine Rede sein. Allenfalls von einem Beschäftigungsverbot bei einer bestimmten Auswahl an Sendern (gibt ja noch andere: RT Deutschland, KenFM, etc.)"
Doch, es war davon leider die Rede, suche es dir selbst raus via Google. Nenne es wie du willst, auch in deiner schwächeren Form wie "Arbeitsverbote bei öffentlich-rechtlichen Sendern" bleibt es doch einfach Mist. Wenn Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, keine eigene Meinung mehr haben dürfen (wir haben das in der jüngeren Vergangenheit z.B. im Sport, bei den ÖR, in der Filmförderung oder auch an Universitäten bereits gesehen) sondern sofort ihre Existenz im Shitstorm untergehen sehen, wird es einfach eine Verengung des Meinungskorridors geben, das ist doch logisch.
Wir sind uns sicher einig, dass es auch für Meinungsfreiheit Grenzen gibt. Aber wo diese liegen ist auch Gegenstand des demokratischen Diskurses und bei dieser Kunstaktion sind wir doch weit davon entfernt, deswegen gleich den Untergang des Abendlandes herbeizufabulieren (dein Argument gilt da nämlich auch).
Sicherlich müssen in der Öffentlichkeit stehende Personen auch noch mal einen besonderen Maßstab an sich anlegen lassen, auch da gehe ich noch mit. Hier im konkreten Fall sehe ich aber keinen Anlass, die Leute gleich aus dem Job zu schmeißen.
"Außerdem wurde ja nur darüber nachgedacht."
Wenn aus relativ nichtigem Anlass gleich über Beschäftigungsverbote nachgedacht wird, ist es Zeit einzugreifen. Wehret den Anfängen gilt auch hier.
"Unabhängig davon sollten sich diese 53 (durchaus gut situierten und privilegierten) Schauspieler mal Gedanken machen, ob sie tatsächlich von denen, die ihnen jetzt zujubeln und applaudieren, auch Ovationen entgegen nehmen möchten."
Was bedeutet das? Keinen Gedanken mehr äußern aus Furcht, ein Querdenker könnte ihn für sich versuchen zu instrumentalisieren?
Keinen Gedanken mehr äußern aus Furcht, er könnte meinem Arbeitgeber missfallen? Wieder Angst zu haben, ein einziger Fehltritt kostet den Arbeitsplatz?
Keine rosige Zukunft.
Gruß Uwe