28.06.2022
Long-Covid ist offenbar nicht gleich Long-Covid.
Wenn es da die auch in den hiesigen News beschriebene Variante mit den Apharese werbeträchtigen Autoantikörpern gibt und auch die von Robert und anderen beschriebenen EBV Reaktivierungen, so gibt es wohl auch eine (ernstzunehmende) neurologishe Variante:
"Microgliosis and neuronal proteinopathy in brain persist beyond viral clearance in SARS-CoV-2 hamster model"
Diese geht einher mit fehlgefalteten Proteinen und Plaques, ähnlich wie bei Alzheimer.
Heise schreibt: ("Long Covid: Proteinplaques im Gehirn wie bei Alzheimer oder Parkinson")
Fatigue, Depression, kognitiver Abbau – das sind die Anzeichen des Post-COVID-19-Syndroms – oder auch Long Covid.
Es erwischt die Betroffenen erst mehrere Wochen nach der Infektion und wie es entsteht, ist nach wie vor ein Rätsel.
An der Tierärztlichen Hochschule Hannover haben nun Forschende entdeckt und in "The Lancet" publiziert, dass sich eine Infektion mit SARS-CoV-2 direkt auf das Gehirn auswirkt: Proteine der Nervenzellen verändern ihre Struktur, nachdem die Infektion längst ausgeheilt ist. Beim Zusammenbau werden die Proteine falsch gefaltet – ein Effekt, der bisher von Alzheimer- und Parkinson-Patienten bekannt ist. [...]
Eine Lücke [ins Gehirn], die Viren wie beispielsweise Influenza-, FSME-, Dengue- oder Herpesviren nutzen, ist unser Geruchssinn.
Einige Viren gelangen ins Gehirn, indem sie über die Riechschleimhaut den Riechnerv infizieren und dann im Nerv zum Gehirn wandern.
Ob SARS-CoV-2 tatsächlich ins Gehirn gelangt und auf welchem Weg, ist zwar noch nicht geklärt, aber da bis zu 67 Prozent der COVID-19-Erkrankten neurologische Symptome zeigen, scheinen die Corona-Viren die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Die neurologischen Symptome können kognitive Störungen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen, Angstzustände, Gangstörungen und allgemeine Müdigkeit sein. Manchmal überdauern die Symptome die akute Infektion, manchmal treten sie erst Wochen später neu auf. [...]
Mit den Anzeichen von Long Covid stellen sich dann auch fehlgefaltete Proteine im Gehirn ein. Besonders die Großhirnrinde ist betroffen [...].
Den Vergleich mit den neurodegenerativen Erkrankungen Alzheimer und Parkinson ziehen die Forschenden, weil auch bei Long Covid nur eine bestimmte Hirnregion betroffen ist und nicht das gesamte Gehirn. Die selektive Empfindlichkeit einzelner Hirnregionen sei charakteristisch [...].
Und die Fehlfaltungen [...] könnten die lang anhaltenden Symptome erklären.
Kein Wort in diesem Zusammenhang von Autoantikörpern...
Also wieder mal kein OSFA.