Lieber Albrecht,
"Das ergibt eine relative Risikoreduktion von 95%, doch die absolute Risikoreduktion beträgt lediglich 0,7%...""
Und wieder mal wird versucht zu marginalisieren und unterschlagen, dass sich die Zahlen natürlich nur auf den begrenzten Beobachtungszeiraum beziehen. Und natürlich waren auch gar nicht alle aus den jeweiligen Gruppen einer infektiösen Situation ausgesetzt. Es war schließlich keine Konfrontations-Studie, bei der alle Probanden dann auch einem gezielt infektiösen Millieu ausgesetzt wurden. Davon ausgehend, dass beide Gruppe eine weitestgehend gleiche "Chance" hatten, sich zu infizieren, ist die relative Betrachtung die richtige. Dann hätten wir z.B. satt aktuell >3Mio. Infizierten nur 150.000 (kumiliert)., bzw. statt aktuell 267.700 Infizierter nur ca. 13.400; wenn überhaupt
Würde die Infektion ohne Maßnahmen und ungebremst durch die Bevölkerung laufen, und währe nach einem Jahr etwa die Hälfte der Bevölkerung von einer Infektion betroffen, also 41Mio., wären es bei mit dem Impfschutz "nur" etwa 2Mio.
Hier wird mit zahlentechnischen Taschenspielertricks die Impfwirkung marginalisiert. Schaut man sich aber mal Länder / Regionen mit hoher Durchimpfung an (Israel, GB, Gibraltar) und die Entwicklung der Zahlen der Neuinfektionen, Hospitalisirungen, schweren Krankheitsverläufe, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass die evermeintlichen 0,7%-absolut doch keine Marginalie in der Auswirkung auf die Pandemieentwicklung darstellen, sondern nur ein schäbiger Trick sind, die Impfungen unangemessen zu diskreditieren. Da ist Tichy sein Blick vielleicht ein wenig von der eignenen Filter-Blase getrübt.
LG
Thorseten