12.03.2021
- COVID-19 Vaccine AstraZeneca:
Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen in der bisher zumeist zweimonatigen Beobachtungszeit waren Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle (mehr als 60 %), Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit (mehr als 50 %), Muskelschmerzen und Unwohlsein (mehr als 40 %), erhöhte Temperatur und Schüttelfrost (mehr als 30 %), Gelenkschmerzen und Übelkeit (mehr als 20 %).
Häufig (zwischen 1 % und 10 %) wurde über Erbrechen, Durchfall, Rötung und Schwellung der Einstichstelle sowie Fieber berichtet. Gelegentlich (zwischen 0,1 % und 1 %) traten Lymphknotenschwellungen, verminderter Appetit, Schwindel, Schläfrigkeit, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz und ein allgemeiner Hautausschlag auf. Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten. Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt, halten für gewöhnlich wenige Tage an und treten nach der 2. Impfung etwas seltener als nach der 1. Impfung auf.
Sind Impfkomplikationen möglich? Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich
belasten. Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – in sehr seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion bis hin zum Schock oder andere auch bisher unbekannte Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.
Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/Downloads-COVID-19-Vektorimpfstoff/Aufklaerungsbogen-de.pdf?__blob=publicationFile
- PEI (Paul Ehrlich Institut) / Stand 14.02.2021: mehr als 800.000 verabreichte Impdosen
- 325 Verdachtsfälle mit 913 Nebenwirkungen
- davon 51 Verdachtsfälle mit schwerwiegenden Nebenwirkungen
Melderate
- 0,53 Verdachtsfälle pro 1000 Impfdosen
- 0.08 schwerwiegende Verdachtsfälle pro 1000 Impfdosen
90jährige aus Niedersachsen:
Für bundesweites Aufsehen sorgte letzte Woche der Tod einer 90-Jährigen in einem Seniorenheim in Weyhe, Niedersachsen. Die Frau war nach Angaben des Landkreises am Mittwoch kurz nach der Impfung unerwartet gestorben. Dies hat laut Staatsanwaltschaft Verden aber nichts mit der vorherigen Corona-Impfung zu tun. Die Rechtsmedizin habe keinen Zusammenhang festgestellt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibt aber abzuwarten.
Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Impfung gibt es den Experten zufolge aber eher nicht. "Aufgrund der Daten, die wir haben, gehen wir davon aus, dass die Patienten an ihrer Grunderkrankung gestorben sind - in zeitlich zufälligem Zusammenhang mit der Impfung", sagte Brigitte Keller-Stanislawski, die zuständige Abteilungsleiterin für die Sicherheit von Arzneimitteln und Medizinprodukten. Über Einzelfälle könne sie aus Gründen des Personenschutzes nichts sagen, aber es handele sich um sehr schwer kranke Patienten mit vielen Grunderkrankungen.
Quelle: https://www.radiosaw.de/todesfaelle-und-nebenwirkungen-nach-corona-impfungen