12.03.2021
Albrecht,
ein wahrhaft erschütternder Einzelfallbericht dieser geimpften Ärztin, den man nicht auf die leichtfertig schulterzuckend abtun sollte.
Allerdings sagt die Bertoffenen auch:
"In norddeutschen Raum gibt es nur Astra-Zeneca. Ich halte das für ein entsetzliches Staatsversagen; besser verträgliche Impfstoffe werden zwar in Deutschland produziert, aber stehen hierzulande nicht zur Verfügung."
Sie schiebt es also konkret auf den Impfstoff von AstraZeneca (Vektorimpfstoff mit DNA), nicht auf Impfung allgemein. Die Frau weiß trotz ihrer Betroffenheit sehr wohl zu differenzieren. Interssant wäre jetzt noch zu erfahren, wie lange sie diese Symptome zu ertragen hatte. Aber da schweigen sich deratige Berichte merkwürdigerweise immer aus.
Was die vom PEI dokumentierten "Nebenwirkungen" angeht, da solltes du lieber auf den Bericht de PEI direkt zugreifen und nicht auf eine Fragwürdige Interpretation. Das PEI redet im 7. Sicherheitsbericht nämlich von "Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19". Deine "Quelle" macht daraus gleich direkt Nebenwirkungen. Aber egal sei's drum. Anzahl sagt erst mal nichts über Schwere und Dauer aus. Auch sollte man die Nebenwirkungen mal in Relation zu der Anzahl der verabreichten Impfdosen setzen; un dabei bedenken, dass aktuell auf die neuen Impfstoffe natürlich mit einer besonders erhöhten Aufmerksamkeit gescheut wird (was auch gut ist).
Man sieht, dass der Impfstoff von AstraZeneca bei "Grippeähnlicher Erkrankung", "Schüttelfrost" und "Fieber" deutlich die Nase vorn hat.
Und vielleicht ist es auch nur bedingt sinnvoll, die Nebenwirkungen verschiedener Impfungen miteinander zu vergleichen. Vielleicht wäre es geschickter, die Risiken und Auswirkungen einer Impfungen mit den Folgen der entsprechenden Infektion zu vergleichen.
Übrigens macht der Bericht noch eine weitere, interessante Aussage:
"Bei einer jährlichen Hintergrundinzidenz von 59,7 Todesfällen pro 100.000 Personen im Alter von 50 Jahren und älter sind innerhalb von 29 Tagen 180 Fälle von plötzlichem Tod (I46.1 nach ICD-10) oder Tod mit unbekannter Ursache (R96–R99 nach ICD-10) zu erwarten. Berücksichtigt man die berichteten Fälle mit unklarer Todesursache und bekanntem Zeitintervall (n=138), beträgt die standardisierte Mortalitätsrate (Standard Mortality Ratio, SMR) 0,77; 95%-Konfidenzintervall: 0,64–0,91; p = 0,9995. Das bedeutet, dass die beobachtete Anzahl an Fällen mit unklarer Todesursache nach Impfung die erwartete Anzahl an Fällen von plötzlichem Tod oder Tod unbekannter Ursache ohne Impfung nicht übersteigt."
LG Thorsten