04.07.2022
Hi Claudia,
"Und überhaupt, wer ist schon Dr. Strunz"
Betreiber einer Internetseite für gesundheitsorientierte Themen?
Ehemaliger(?) Arzt einer Privatpraxis die an einen Apherese affinen Kollegen übergeben wurde und für die fleißig Werbung gemacht wird?
Vertreiber diverser hochpreisiger und sicher nicht schlechter NEM?
Autor vieler diverser Bücher, dess letzte wissenschaftliche Veröffentlichung aus den 80er Jahren des letzten Jahrtausends stammt?
Verfechter verschiedener teils extremer alternativer Ernährungs- und Behandlungsformen?
Begnadeter (ehemaliger) Triathlet und Redner?
"Genau, Das ist ein Triathlet, der einfach nicht begriffen hat dass das körpereigene recyling bei Vitamin C vollkommen ausreicht."
Was Dr. Strunz begriffen hat und was er wie kommuniziert, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Darüber hinaus war nicht die Rede davon, dass das "körpereigene recyling bei Vitamin C vollkommen ausreicht." Fakt ist aber, wenn man sich glukosedezitiär ernährt, dass auch die Glukoneogenese nicht ausreicht, alle Bedarfsstellen im Körper optimal mit Glukose zu versorgen. Der Körper beginnt dann zu sparen und zu priorisieren (=> physiologische Insulinresistenz) und ggf. das Vit.C Recycling zu reduzieren. Unter diesen Umständen ist es kein Wunder, wenn man einen höheren Vit. C Zufuhrbedarf hat.
Alle (Blut)Werte von Vital- und Nährstoffen sind wie die Regler an einem großen Mischpult. Das Gesamtbild mus stimmen. Es ist nicht zielführend, alls Regler auf Maximum oder Minimum zu schieben. Verstelle ich eine Regler, muss ich andere anpassen, ggf. in die ander Richtung, um ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten. Dabei hat dann noch jeder seine individuellen "Klangvorlieben" und bevorzugte "Klangcharakteristika". Isolierte Hochdosen oder auch Tiefstwerte anzustreben ist da u.U. nicht sinnvoll/zielführend. => KONTEXT, ZYKLEN
ICh bin mir sicher, Dr. Strunz weiß das. Ob seiner Followerschaft das auch auch dem Schirm hat? Da habe ich bisweilen arge Zweifel.
Zurück zu Vitamic C. Eigentlich ein starkes und willkomenes Antioxidants. Bei entsprechend hohen Dosiereungen aber eben ein starkes Oxidants(!). Der Doc hat es doch selber beschrieben, H202. Will ich das, wenn ich mein Bindegewebe straffen will? Wohl eher nicht. Hier wäre wohl eher das Ziel, "nur soviel wie nötig".
Es wird einen Grund haben, dass die Vitamin C Rückfilterung in den Nieren invers mit dem Serumlevel korreliert und der Körper überschüssiges Vitamin C möglichst schnell wieder abbaut/entfernt. Wie "genetisch korrekt" konnen da wohl längerfristige Hochdosen im zweistelligen Grammbereich sein? Ich habe auch noch nie ein Reh an der Apherese oder Vitamin C Infusion gesehen...
Als kleinen weiteren Gedankenanstoß: Vitamin C, Ascorbinsäure, ist eben auch genau das, eine Säure. Wie sinnvoll wird es wohl sein, seinen Blut-PH Wert mehr als nur temporär durch Hochdosen zu verziehen? Der körper ist dann u.U. wieder zu Kompenstaionsmaßnahmen gezwungen. Vielleicht kennt ja Jemand entsprechende Studien, die eine solche Problematik sicher negieren? Würde mich interessieren.
Aus die Maus.