26.11.2018
"Wann ist man denn metabolisch gesund??"
Wenn man alle Energiesubstrate bei Bedarf, Anforderung und Angebot verstoffwechseln kann. Ein vergleichsweise guter indikator ist die postprandiale Thermogenese. D.h. nach Zufuhr von Nahrungsenergie wird einem warm; von Fett ein bisschen, von KH ein bisschen mehr und von Eiweiß deutlich spürbar.
"und ein Arzt wie Dr. Strunz sagen würde, Sie sind gesund, aber Ihr Körperfettanteil ist zu hoch. Z.B. 17% bei einem Mann mit 50Jahren. Ist man dann metabolisch gesund?"
U.U. ja. Es gibt einen erheblichen Anteil der Bevölkerung, der zwar Fett ist, aber trotzdem metabolisch gesund ist, bzw. keinerlei metabolisches Syndrom hat.
Umgekehrt gibt es eine durchaus beachtliche Anzahl Mitmenschen, die am metabolischen Syndrom leiden, aber schlank sind.
Dr. Rober Lustig hat das in einem seiner Vortragsvideos recht anschaulich dargestellt.
"Dr. Strunz ist sicher der Meinung, dass man mit 5% sehr gesund sein kann."
Ja, vielleicht kann man das sogar.Auf lange Sicht gesehen habe ich da meine Zweifel. Erst Recht, wenn es auf 2% oder weniger rutner geht.
"Aber ne Definition hab ich noch nirgends gefunden."
Ja, das mit Definitionen ist so eine Sache.
Gerade bei der strunzschen LC/NC Definition kann man schnell in argumentative Probleme geraten, da Dr. Strunz ja in unregelmäßigen Abständen immer mal betont, dass er sich auf künstliche bzw. leere Kohlenhydrate bezieht (wie sieht es eigentlich mit "leeren" Fetten aus, a'la Bullet-Proof Coffee?). So gesehen, liegen Dr.Strunz und DGE und PURE womöglich deultlich weniger auseinander, als angenommen.
"Wir wissen ja, dass KH im Körper Entzündungreaktionen provozieren. Das gleiche tut (zuviel) Fettgewebe, Sport, ..."
Wissen wir das wirklich? Ich dachte immer einen ganz großen Anteil hat überschüssiges Körperfett/Fettgewebe , an das der Körper aufgrund dauernder KH/Insulin Flutung nicht rangeht und das hormonell aktiv ist und Entzündungspromotoren ausschüttet...
Wie machen denn KHs im allgemeinen und Stärke/Glukose im Speziellen Entzündungen, wenn sie nicht dauernd chronisch deutlich erhöht sind?
LG,
Thorsten