02.07.2020
Das "Robert Experiment":
Und dann bitte ich Dich...mach doch mal folgendes Experiment, je 2-3 Tage:
Warum sollte ich 6-9 Tage deart unterkalorisch unterwegssein?
1500 kCal nur Fett essen, zB Butter (das bißchen Eiweiß ist zu vernachlässigen)
Soviel Fett bringe ich gustatorisch nicht runter. Da wird mir entweder vorher schlecht, oder mein Mikrobiom bedankt sich mit Fettstuhl.
1500 kCal nur Stärke essen, zB Brot.
Stärke wäre für mich zu aller Erst: Reis, Kartoffel, Hülsenfrüchte, Süßkartoffel. Aber ja, auch Brot (auf irgendwas muss man den Belag ja draufstapeln) und sogar Pasta (ohne ausgemachte Gluten-Unverträglichkeit)
1500 kCal nur Zucker essen, so wie Chris schreibt: Zucker und Reis.
Warum in dieser Aufzählung Reis steht, erschließt sich mir nicht. Haushaltszucker oder auch Fruchtzucker in diesen Mengen bekomme ich nicht runter (zu süß). Über Traubenzucker liese sich reden, auch wenn 365g duch arg reichlich sind.
Was sich mir wieder einmal nicht erschließt: Warum immer wieder diese Extreme?
Aber zurück zum Grundsätzlichen des Experiments.
Es ist bei mir Standard, dass die Ernährung stochastisch, zyklisch wechselt. Mal KH-lastig, mal Fett-lastig, mal unterkalorisch, mal überkalorisch. Und mein Körper reagiert darauf, wie er soll. Fett und Eiweiß machen schneller und länger satt, KH sorgen nach kurzer zeit für einen Wärme- und Energieschub und Bewegungsdrang. Am Frühen Abend eine ordentliche Portion Lasagne (viele KH =>Stärke!!, mäßg Fett + Eiweiß), 20 Minuten später Hunde-Runde 1/2 - 3/4h => lang und zügig (armer, alter Hund
). Dabei und danach top-fit fühlen.
Selbst wenn mein Meatbolismus nicht hochgradig optimiert ist und ich nicht ständig irgendwelchen Messwerten und Stoffkonzentrationen hinterher supplementiere, so ist er aber locker im oberen Drittel und funktioiert gut im Rahmen des physiologisch Sinnvollen. Mehr Optimierungsaufwand muss ich da nicht treiben; würde mir nur unnötigen Aufwand und Stress bereiten.
Wie ich bereits mehrfach gesagt habe: Zyklen, nichts chronisch, etwas mehr Gelassenheit (auch in Ernährungsfragen), keine dauerhaften Extreme. Bei mir ist Selbstoptimierung nicht Selbstzweck.
"Wo fühle ich mich wohl? Wo bin ich satt."
Genauso, wie es aktuell ist
"Wie oft habe ich Hunger. Wo gehe ich Wand hoch vor Hunger."
Hunger ist nichts per sé Schlechtes. Und vor Hunger die Wand hoch gehen, kenne ich nicht; selbst dann nicht, wenn ich mich den ganzen Arbeits-/Reisetag nur von Kaffe und Wasser ernähre (kommt alle 2 Wochen mal vor).
LG
Thorsten