19.02.2024
"aFuel, synthetischer Kraftstoff, der nicht CO2 neutral ist, sondern CO2 reduzierend"
LoL, wie soll das denn gehen? Es handelt sich um einen Kraftstoff, der verbrannt (!) werden soll!
Der setzt bei der Verbrennung in jedem Fall soviel CO2 frei, wie für seine Synthese aus der Amtmosphäre entnommen wurde. Im Besten Fall kann der CO2 neutral sein, aber niemals eine negative CO2 Bilanz über seinen Life-Cycle erreichen.
Eine negative CO2 Bilanz kann nur erreicht werden, wenn das C aus dem CO2 in rgendeiner Form längerfristig bis dauerhaft aus dem Kreislauf entnommen wird (z.B. einlagern von Kohlenstoff in alte Bergwerke). Dafür braucht man aber nicht noch als "Afallprodukt" e/aFuel produzieren.
Spanned wäre auch mal eine Aussage, ab wann man denn mit nenneswerten Mengen an preislich konkurenzfähigen "grünen" Kraftsoffen (aFuel / eFuel) rechenen kann. Ein Lösung in 20-30 Jahren und bis dahin ein Weiterso-Wie-Bisher wird nicht zielführend sein.
Energetisch darf man moderne Verbrennugnsmotoren als durchaus ausentwickelt betrachten. Da hat sich auch in den letzten 20 Jahren nur noch wenig getan. VIel Aufwand wurde im Bereich Abgasreinigung und Schadstoffminimierung betrieben; sparsamer sind die Fahrzeuge dadurch nur unwesentlich geworden (wenn überhaupt).
Wenn man 1kWh elektrisch als Grundlage nimmt, wahlweise um damit elektrisch zu fahren, oder um daraus einen wie auch immer gearteten Kraftsoff auf Kohlenwasserstoffbasis zum machen und diesen dann in einem Verbrennungsmotor zu nutzen, bleibt immer mindestens ein Faktor 3, den der batterieelektrische Antrieb effizenter ist (Verluste bei der Synthese von eFuels noch nicht berücksichtigt).
Nichtsdestotrotz wird es sicher Nischenbereiche geben, in denen weiterhin Verbrennungsmotoren noch lange im Einsatz bleiben werden; Aber eben nicht mehr für die Masse des Individualverkehrs.