23.05.2020
Guten Morgen Thorsten,
danke für die Studie...sie ist interessant. Die Autoren weißen selbst auf die Einschränkungen hin, auch sie bemängeln, dass die zu kurz lief und die Teilnehmerzahl zu klein war (das wird alles auch sehr schnell sehr teuer, da das Essen bereitgestellt wird).
Hier der spannende Teil:

Und in der Tat, mit dieser HC und LowFat Ernährung sind die Risiken für Diabetes gefallen. Der Insulinausstoss im Glukosetest hat sich signifikant verbessert.
Was mich interessieren würde, aber nicht darin steht: Welche Qualität hatten die Kohlenhydrate in TAD und TWD? Wo gab es wieviel Zucker :-)...denn wir haben ja inzwischen bewiesen bekommen, dass Zucker massiv für genau dieses Verhalten verantwortlich ist, siehe die aktuelle Studie von Robert Lustig.
Ich würde sagen, typischerweise hat die TAD kaum Zucker drin...die KH kommen vom Reis. Im Gegensatz zur TWD...die schon reichlich Zucker drin hat (Glas Orangensaft, Marmelade, Kuchen und nur einige versteckte Zucker zu nennen...von Fertigessen fangen wir gar nicht erst an).
Allein das könnte dieses Finding erklären und nicht etwas die Zusammenstellung der Makros. Aber der umgekehrte Schluss ist zulässig:
70% KH aus sehr wahrscheinlich Reis/Getreide erlauben eine Verbesserung beim Prä-Diabetes.
ABER:
Was ich auch sehe: Die Triglyceride steigen (und wir wissen inzwischen, dass das ein Risikofaktor ist: Tri/HDL)...HDL fällt. Von dieser Warte her ist das keine gute Ernährung! Keine gute Änderung.
Und viele Entzündungsmarker steigen (Laufzeit zu kurz???), außer C-CP...das fällt; Aber siehe unten die Gruppe der ILs...die steigen alle! Nicht gut.
Blutdruck ist auch leicht gestiegen.
Jetzt könnte man böse zusammenfassen: Diabetesrisiko besser, Risiko KHK stark gestiegen :-/
Ich suche mal das Ergebnis von Halberg raus.
Insgesamt aber eine gute Studie...wo man einiges an Info rausziehen kann.
VG,
Robert
PS: Schade, dass die HbA1c nicht nochmal gemessen haben :-( ...nur bei der Anamese...