12.01.2026
Hallo Richard,
„demnächst beginnt die Fastenzeit. Wie steht das Strunz-Universum zum Thema Fasten? Der Bericht von Robert Krug bringt mich zum Nachdenken“
Die Fastenzeit war ja ursprünglich eine Zeit, in der man sich auf Ostern vorbereitete, in der zur Besinnung und Vertiefung des Glaubens aufgerufen wurde, aber auch zu einer Zurückhaltung bezüglich Menge und Art von Lebensmitteln.
Heutzutage gibt es ganz viele Motive, die viele Menschen in dieser Zeit „fasten“ lassen:
Starke Raucher nehmen sich vor, weniger zu rauchen oder ganz damit aufzuhören. Toll, wenn es klappt.
Menschen, die viel Alkohol trinken, nehmen sich vor weniger oder keinen Alkohol zu trinken.Toll, wenn es klappt.
Menschen, die viel Süßigkeiten essen, haben einen großen Vorteil, wenn sie diese reduzieren oder am besten ganz vermeiden und den Zuckerkonsum überhaupt stark reduzieren oder völlig vermeiden. Aber auch nicht als Ersatz dann Süßstoffe verwenden, da diese keinen guten Einfluss auf unser Darmmikrobiom nehmen, und das Verlangen nach Süßem wird durch Süßstoffe nicht kleiner.
Übergewichtige Menschen nehmen sich vor, weniger zu essen oder auch einmal tagelang auf Essen zu verzichten, damit sie Gewicht verlieren.
Du hattest offensichtlich an Wasserfasten gedacht, aber die von Dir verlinkten News haben Dich zum Nachdenken gebracht. Hast Du wirklich noch nie gehört, dass unser Körper in früheren Zeiten, in denen es immer wieder Hungersnöte gab, seinen Grundbedarf zurückgeschraubt hat, um uns vor dem Hungertod zu schützen? Natürlich hat er dies beibehalten, wenn es wieder mehr zu essen gab, denn es könnte ja wieder eine Hungersnot kommen. Viele Menschen haben ihre Immer-dicker-werden-Karriere mit einem Wasserfasten oder einer sehr einseitigen, viel zu kalorienarmen Diät begonnen.
Der Körper fährt in einer „Hungersnot“ alles zurück, was er nicht unbedingt zum Überleben braucht.. Z.B. einen Teil seiner Muskeln, die monatliche Periode, denn wenn eine Frau nicht genug zum Essen hat, dann kann sie auch kein Kind ernähren, usw.
Ein tägliches „Fasten“ von 5 bis 6 Stunden nach einer Mahrlzeit würde ich dagegen sehr empfehlen, dauerhaft. Das Magen-Darm-System muss in Ruhe verdauen können bevor neues Essen reingeschaufelt wird. Auch mal eine Mahlzeit ausfallen zu lassen, wäre in Ordnung. Mir ist wichtig, täglich einmal gut geformten Stuhlgang zu haben, der ohne Klopapier auskommt. Das würde ein mehrtägiges Wasserfasten total durcheinander bringen.