Ole, wenn dich Studien zu dem Thema interessieren, warum suchst du nicht danach, sondern fragst mich?
Forum:Gesundheit - Total verzweifelt: Plaques in Halsschlagader – was tun?
Ole
2109 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023Hej Thomas V.
Biochemische Plausibilität – also warum etwas theoretisch funktionieren könnte – und klinische Evidenz, also ob sich das auch beim Menschen tatsächlich nachweisen lässt, sind zwei unterschiedliche Ebenen.
Meine Frage zielte auf Letzteres:
Gibt es Studien, die bei beschwerdefreien Menschen, die Statine einnehmen, einen messbaren Nutzen von Q10 zeigen? Falls du konkrete Studien dazu kennst, würde ich sie mir gerne einmal anschauen.
Ach Ole... Schau dir einfach biochemische Zusammenhänge an. Nährstoffe, Acetyl CoA, Cytratzyklus, NADH, Atmungskette, ...bis ATP.
Ich habe kein Interesse, auf deinen Studiendiskussionen einzusteigen.
Tip: Ein Biochemiebuch ist hilfreich.
Ole
2109 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023Hej Thomas V.
Danke für den Hinweis. Mich würde tatsächlich interessieren, auf welche Studien du dich dabei konkret beziehst. Dann könnte ich mir die Evidenz dazu gerne einmal anschauen.
Ja Ole, es gibt Studien zum Thema. Such sie dir bei Interesse selbst heraus.
Ole
2109 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023Hej Thomas V.
Mich würde interessieren, auf welche Studien bzw. welche Evidenz du dich dabei berufst, die tatsächlich zeigt, dass Q10 bei beschwerdefreien Statinpatienten die mitochondriale Funktion messbar verbessert.
Dass Statine den Q10-Spiegel senken, ist ja belegt. Die entscheidende Frage ist für mich aber, ob daraus überhaupt ein relevanter gesundheitlicher Nachteil entsteht und ob Q10 diesen nachweislich verhindert.
Die Wirkung von Q10 auf die Herzinsuffizienz war mir nicht bekannt, damit beschäftigte ich mich auch noch nicht. Für mich persönlich steht die mitochondriale Atmungskette im Vordergrund, denn diese wird durch Statine negativ beeinflusst. Natürlich gehören noch weiter Cofaktoren dazu, die ich auch berücksichtige.
Hallo Ole,
Dr. Kuklinski weist in seinem Buch ausdrücklich auf die Schutzwirkung von Q10 ab einem Schwellwert im Blut von 2,5 mg/l u.a. im Zusammenhang mit der Gabe von Statinen hin (siehe auch "Mitochondrientherapie", Kap. 5 Mikronährstoffe), denn die Zellen nehmen Q10 ab einem Schwellwert von ca. 2,5 mg/l auf. Bei einer Herzinsuffizienz (Herzsteife) ist häufig eine höhere Dosis von 300 - 600 mg Q10 guter Qualität wirksam. Viele Grüße!
Roger
Ole
2109 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023Hej Roger und Thomas V.
Einer, der viel zum Thema Q10 geforscht hat, war Langsjoen. Die Arbeit, aus der die 2,5-µg/ml-Grenze häufig zitiert wird, untersuchte Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz (NYHA IV) – also schwerst herzkranke Patienten, die bereits in Ruhe Beschwerden hatten und bei körperlicher Belastung eine deutliche Verschlechterung erlebten.
Die Patienten hatten im Mittel nur etwa 22 % Ejektionsfraktion (EF), also eine stark eingeschränkte Auswurfleistung des Herzens. Dort wurden Q10-Werte von etwa 2,5 µg/ml als relevante Schwelle für eine klinische Wirkung beschrieben.
Auch spätere Übersichten beziehen die 2,5-µg/ml-Angabe ausdrücklich auf Patienten mit Herzinsuffizienz – nicht auf einen allgemein gültigen Q10-Zielwert für Statinpatienten.
Und ja: Es gibt auch Studien an Statinpatienten mit Muskelschmerzen, in denen Q10 die Beschwerden reduzierte. Allerdings gibt es ebenso Studien ohne einen entsprechenden Nutzen. Die Gesamtevidenz ist deshalb widersprüchlich.
Hallo Ole,
bei der Gabe von Statinen ist die Gabe von Q10 notwendig (siehe auch "Mitochondrientherapie" Kap. 5 Mikronährstoffe, Dr. Kuklinski) und Q10 entfaltet seine Schutzwirkung ab einem Blutwert von 2,5 mg/l. Einige Laborärzte empfehlen z.B. die Gabe von täglich 300 mg Q10 (Erfahrungswert: je nach Präparat bzw. Qualität). Patienten leiden in einigen Fällen bei der Gabe von Statinen z.B. unter Muskelschmerzen bzw. kognitiven Einschränkungen und die Gabe von Q10 etc. kann evtl. helfen. In schweren Fällen sollten die Statine in Absprache mit dem Arzt abgesetzt bzw. ersetzt werden. Viele Grüße!
Roger