Forum: Gesundheit - Total verzweifelt: Plaques in Halsschlagader – was tun?
Moin,
letztendlich muss man sich selbst orientieren und sich immer fragen "was einem wirklich gut tut". Die news in der neuen Zeitrechnung (nachdem der Doc sich zurückgezogen hat), sind für mich keine Orientierungshilfe. Das läuft mir zu oft nach dem Motto " suche alle Studien , die meine Richtung (zum Beispiel Low Carb) untermauern ( trifende, völlig übertriebene selektive Wahrnehmung). Studien sind übrigens in der Ernährungslehre schwierig bis unmöglich, weil u.a. die Personen individuell verschieden sind. Was dem einen hilft, schadet dem anderen. Daniela Kielkowski ist eine bekannte Ernährungsexpertin und weist da immer drauf hin. Mein gesunder Menschenverstand hat die ganzen Studien schon immer belächelt. Mittelchen x hilft gegen y. Ja, wenn man alle anderen Abhängigkeiten ausser acht lässt, aber die gibt es nun mal.
Interessant sind auch die traditionellen Ernährungsweisen. John sieht die stärkehaltigen pflanzlichen Nahrungsmittel als traditionell.
Er geht aber davon aus, dass der hohe Fleisch- und Fischkonsum "krank" macht und sieht hier die Ursache für die zivilen Kranheiten. Auch Milchprodukte sieht er kritisch oder Nems hält er für überwiegend überflüssig. Die Argumente sind überzeugend, wobei ich aktuell sehr viel Fleisch esse. Hier muss ich noch mal in mich gehen. Andererseits hat das Geschäft mit Nems schon Pharmazüge angenommen. Ist da noch genug Objektivität ? John sieht vereinfacht ein System, welches funktioniert und durch Nems durcheinander gebracht wird. Hört der Körper evtl. mit der Eigenproduktion auf, etc. Durchaus ein Ansatzpunkt, die eigene Situation kritisch zu überdenken. Dazu ist man nicht in der Lage, wenn man festgelegt ist und zu seiner Richtung nur selektiv wahrnimmt. Grundsätzlich sind die Menschen - wie oben erwähnt- halt Individuen und Studien gibt es in alle Richtungen.
Guten Morgen zusammen,
es wäre eigentlich seltsam, wenn nicht mit jeder traditionellen Diät metabolische Flexibilität erreicht würde. Zum Essen gehören immer auch Essenspausen. Ein wichtiger Unterschied zwischen traditionellen und modernem Essen ist die Verfügbarkeit, heute kann man sich den ganzen Tag immer wieder etwas in den Mund schieben - egal ob im Büro oder zuhause, überall Plätzchenteller, wenn man in der Stadt unterwegs ist überall Bäcker, Imbissbuden, Glühweinstände. Früher war die Adventszeit eine Fastenzeit.
Und das ist doch metabolische Flexibilität: Essen und fasten. Und während des Fastens von den eigenen Fettreserven leben, Egal ob es vier, vierzehn oder vierunzwanzig Stunden dauert.
Habt ihr übrigens heute schon die News gelesen?
"Mit jedem 30 mg/dl Rückgang von Cholesterin im Blut stieg das Sterberisiko um 22 %"
Carlos, Eiweißmast? Ich schaffe oft kaum die empfohlenen 0,8g / kg Körpergewicht und wenn ich sehe, was andere essen - das kann man nicht als Eiweißmast bezeichnen. Und das ist es ja auch, was Strunz misst: Aminogramme mit großen Defiziten.
Einen schönen Dienstag!
Uli
Tja Carlos, was du da beschreibst ist das, was Thorsten und ich jahrelang hier im Forum schrieben...Es fällt unter den Begriff " Metabolische Flexibilität",
Nicht nur Low Carb ist möglich, auch High Carb funktioniert, oder auch die zyklische Variante, mal mehr, mal weniger Carbs.
Als eines der gesündesten Naturvölker, zählen die Tsiname aus Bolivien. Sie ernähren sich überwiegend über Carbs, sehr viel Stärke, aber eben keine schnellen Carbs, wie Zucker, oder Weissmehlprodukte.
Auch dieses Volk kennt keine Infarkte oder Krebs. Untersuchungen zeigten, dass Tsiname im Alter von 80, eine bessere endothele Gesundheit haben, als Amerikaner mit 40.
Aber auch die alten Inuit, die sich fast ketogen ernährten, hatte die selben Gesundheitsdaten!
Es funktuoniert also beides - der Königsweg wäre aber eine Ernährung, die eine optimale metabolische Flexibilität gewährleistet und die erreicht man weder mit einem ausschliesslichen LC, noch mit einem ausschließlichen HighCarb.
Ich lese gerade das Buch "Die High-Carb-Diät" von John McDougall. Da bin ich zufällig drauf gestoßen, aber ich möchte auch immer offen bleiben für andere Ansichten und nicht den üblichen Fehler des selektiven Wahrnehmens machen. Auch wenn ich mich in Teilbereichen gut auskennen würde, käme ich nicht auf die Idee andere missionieren zu wollen und der andersdenkenden Ärzteschaft Unfähigkeit zu unterstellen. Es gibt aus meiner Sicht in Ernährunsfragen keine eindeutige Wahrheit. Das angesprochene Buch ist für mich sehr interessant und bildet inhaltlich ein Kontrastprogramm zu der hier herrschenden Meinung bzw. dem Doc. Dieser John McDougall ist kein Hobbymediziner, der Studien selektiv wahrnimmt oder (nicht nur ) anhand von Studien argumentiert. Das ist ein Praktiker, der seine Diät bei zig Personen angewendet bzw. beobachtet hat und vielen Leuten geholfen hat. Mir gefällt seine Argumentation und für mich passt die Ernährungsweise besser als die LC Variante. Seine Argumente sind genauso schlüssig wie die vom Doc, aber sie kommen zu komplett anderen Ergebnissen. Kein Fleisch, kein Fisch, keine Nems liest sich für uns Strunzianer zunächst sehr befremdlich, aber wenn man offen ist, kommt man ins Grübeln. McDougall sieht z.B. auch Probleme in der Eiweißmast, aber er begründet es auch schlüssig. Unstrittig hat der Doc vielen Menschen geholfen. McDougall aber anscheinend auch und das mit komplett anderer Ernährung. Wie ist das möglich ? Anscheinend gibt es nicht die eine Wahrheit. Viele Wege führen nach Rom. Ich habe am Wochenende noch mit drei Ärzten beim Raclette gesessen und über Ernährung gesprochen. Alle verfolgen die Linie McDougalls-also fast kein Fleisch, aber Kartoffeln und Gemüse, Salat und keinerlei Nems mit Ausnahme Vit. D. Alle drei sind total fit und leistungsfähig. So Ole , jetzt kannst du McDougall googeln und wirst feststellen, dass er letztes Jahr verstorben ist und gar nicht mal so alt geworden ist. Die Mission wird durch meine Ausführung nicht gestoppt werden können, aber bestimmte offene, differenziert denkende Personen haben evtl. Interesse an anderen Meinungen und können die Ernährungsdinge anpassen. Manche vertragen kein LC oder werden dauerhaft nicht satt vom LC oder leiden unter dem JOJO Effekt. Im Übrigen haben Fleisch und Fisch (neben Quecksilber) Cholesterin. Ohne Fleisch und Fisch sinken die entsprechenden Werte, womit wir doch wieder beim Thema sind.
Tja, Thomas V., warum schluckst Du Statine?
...Wer des Lesens mächtig ist...
Fragen an dich Ole: Warum versuchst du andere von deiner Meinung zu überzeugen, als wäre es eine Mission? Ist es so schwer für dich, eine andere Meinung, eine andere Schlussfolgerung, als die Deinige zu akzeptieren? Offensichtlich ja, aber warum?
Hej
interessante Aussage von Thomas V. vom 26.10.2025:
" Allmählich frage ich mich wirklich, warum man Statine nimmt.
Dazu fragt ich die Ki und auch hier, selbst bei Hochrisikopatienten werden magere 5-10% Verhinderung dargestellt.
Dieses ist auch noch individuell zu bewerten. Auch wenn die absolute Risikoreduktion (z. B. 0,4 % weniger Todesfälle oder 0,8 % weniger Herzinfarkte in 4 Jahren) klein wirkt
Gute Datenlage und Langzeiterfahrung Statine gehören zu den am besten untersuchten Medikamenten überhaupt. Nebenwirkungen sind bekannt und meist reversibel. Daher werden sie trotz der bescheidenen absoluten Zahlen weiter verschrieben.
Tja, Thomas V., warum schluckst Du Statine? Prinzip Hoffnung.Ich bekomme schon keine Nebenwirkungen und werde schon zu den 0,4-0,8% gehoeren, die vielleicht einen Nutzen haben?
...und was ist nach 4 Jahren und ein Tag oder spaeter?
Hej
"LDL-Cholesterin hat insgesamt einen eher schlechten Ruf. Es soll die Blutgefäße verstopfen, das Schlaganfallrisiko erhöhen und sogar zur Entstehung von Demenz beitragen. Die Studien hierzu sind meist Schrott. Das wissen die Normalbürger aber nicht. Für sie prägt sich nur ein: LDL-Cholesterin ist schlecht. Hausärzte schüren zudem das Schreckensbild. Was die meisten nicht wissen"
https://www.strunz.com/news/cholesterin-als-grippeschutz.html
Die meisten Statinstudien wurden abgebrochen, bevor die geringen Vorteile ins Gegenteil umschlagen konnten
Die Aussage ist falsch! Die meisten Studien worden nicht abgebrochen um Nachteile zu verbergen. Es gibt viele mehrjährige Studien, die regulär beendet wurden und die einen eindeutigen Nutzen zeigten.
Studienabbrüche gab es vereinzelt aus ethischen und sicherheitsrelevanten Gründen, nixht weil sixh der Nutzen ins Gegenteil verkehrte.
Thomas, wie lange nimmst du schon Statine? Es gibt keine Studie, die deren Unbedenklichkeit über die ersten 2 Jahre hinaus (eine Ausnahme 7 Jahre) belegt.
Falsche Aussage! Es gibt zahlreiche, hochwertige Studien mit 5 Jahren und mehr, sowie,große Metaanalysen und Langzeitbeobachtungsdaten!
Wer von euch hat Weston Price gelesen: Nutrition and physical Degeneration. oder Big fat Surprise von Nina Teichholz? Oder Good Calories, Bad Calories, Gary Taubes? Oder Malcolm Kendrick. Informiert doch mal außerhalb dessen, was die KI allein schon deshalb ausspuckt, weil es im I-Net millionenfach wiederholt wird. Und dann bringt Argumente und beruft euch nicht auf "Konsens" In der Naturwisssenschaft geht es nicht um Konsens, sondern um Fakten. Um das was physiologisch überhaupt möglich ist. Wie kann Cholesterin in die Arterienwand eindringen?
Aah ja...Wer bestimmte Bücher gelesen hat, gilt als aufgeklärt, wer sich auf replizierte Daten stützt, gilt als Konsensgläubiger (...)
Fakten entstehen nicht durch Autorenlisten, sondern durch überprüfbar Daten und genau,diese erklären seit Jahren, wie LDL in die Atererienwand eindringt.
Hallo zusammen,
hat sich hier nichts geändert, seit ich das letzte Mal reingeschaut habe. :)
Thomas, natürlich sind es die Menschen mit hoehm Cholesterin, die anfangen zu denken. Wenn du schön im Mainstream mitschwimmst, denkst du natürlich, dass alles in Butter ist. (Oh - Butter ist ja angeblich schädlich).
Aber wenn du gesund bist und man dir versucht einzureden, du bräuchtest bis an dein Lebensende Medikamente, kannst du schon mal ins Grübeln kommen. Und wenn dein Onkel mit dem niedrigen Cholesterin einen Herzinfart bekommt. Und der Onkel mit dem hohen Cholesterin (braver Patient, Statine, jahrzehntelang LowCarb, Becel, keine Eier) erbärmlich innerhalb kürzester Zeit an einem Glioblastom stirbt, dann kann man schon mal das geltende Dogma in Frage stellen.
Und mir hat die Fett-Hypothese schon im Biologiestudium vor 40 Jahren nicht eingeleuchtet. Ich habe schon damals Yudkin gelesen und seither Zucker gespart.
Und Carlos, es ist eine Frage des Maßstabs. Wenn der fehlt, wie den meisten Ärzten und einem großen Teil der medizinischen bzw. Ernährungslehre, die immer nur die kranken Menschen von heute sehen, dann ist die Verwirrung angesichts völlig widersprüchlicher Studienergebnisse (tatsächlicher oder vorgegebener) verstänndlich. Und bei Laien wie Kay ist das noch schlimmer.
Wenn man als Maßtab nicht nur die letzten 50 Jahre, die bestimmt wurden von dieser an den Haaren herbeigezogenen und nie bewiesenen Fett/Cholesterinhypothese, sondern die menschliche Natur, Evolution und Tradition mit berücksichtigt, entsteht ein anderes Bild.
Wer von euch hat Weston Price gelesen: Nutrition and physical Degeneration. oder Big fat Surprise von Nina Teichholz? Oder Good Calories, Bad Calories, Gary Taubes? Oder Malcolm Kendrick. Informiert doch mal außerhalb dessen, was die KI allein schon deshalb ausspuckt, weil es im I-Net millionenfach wiederholt wird. Und dann bringt Argumente und beruft euch nicht auf "Konsens" In der Naturwisssenschaft geht es nicht um Konsens, sondern um Fakten. Um das was physiologisch überhaupt möglich ist. Wie kann Cholesterin in die Arterienwand eindringen?
Und wie wahrscheinlich ist es, dass Fleisch, Eier und tierisches Fett, traditionelle Nahrungsmittel und essentielle körpereigene Stoffe wie Cholesterin uns umbringen? Während giftige Chemikalien, die die Synthese essentieller Stoffe verhindern uns retten? Thomas, wie lange nimmst du schon Statine? Es gibt keine Studie, die deren Unbedenklichkeit über die ersten 2 Jahre hinaus (eine Ausnahme 7 Jahre) belegt. Die meisten Statinstudien wurden abgebrochen, bevor die geringen Vorteile ins Gegenteil umschlagen konnten
Einen schönen 3. Advent allerseits!
Uli
Menschen, die selber denken sollen und können. Die brauchen keinen Vorbeter und Einordner.
Ole, bei deinem Beitrag musste ich wirklich lachen. Und wieder ein Cholesterinverfechter, der selbst einen sehr hohes Cholesterin hat. Inzwischen habe ich ganz stark den Eindruck dass unter den Befürwortern der hohen Cholesterinwerte ausschließlich diejenigen zu finden sind die selbst eine Hose Cholesterinwert haben!
Am besten ist die These das hohe Cholesterinwerte mit einem langen Leben einhergehen und niedrige Werte ein früheste Dahinscheiden beinhalten.