Hallo Angela,
"Wenn ein 22 jähriger mit dem Argument, er macht es für die Gesellschaft, zum Impfen geht, tut mir leid, dann stimmt mit dieser Gesellschaft irgendwas nicht mehr. Warum müssen junge Menschen das Gefühl bekommen, sie sind für andere Menschen verantwortlich? Jeder einzelne Mensch ist für sein Leben und seine Gesundheit verantwortlich. Man lässt sich impfen, um sich vor einer Krankheit zu schützen!"
Wenn ein 22 Jähriger sich auch zum Wohle der Gesellschaft impfen lassen will, dann stimmt etwas mit diesem 22 Jährigen. Der hat dann nämlich begriffen, dass er Teil einer (sozialen) Gesellschaft ist und nicht nur in einer Ansammlung von egoistischen Individuen lebt. Es ist ja gerade Merkmal eines sozialen Kollektivs, wie unserer Gesellschaft, dass man eben nicht nur auf sich und seine Belgange schaut, sondern auch die Bedürfnisse der anderen im Blick hat; speziell, wenn es sich um schwächere Mitglieder der Gesellschaft handelt.
Das schließt aber nicht aus, dass man bei der persönlichen Abwägung zwischen Eigenschutz/Risiko und Gesellschafftsschutz (Stichwort "Herdenimmunität") durchaus zu unterschiedlichen Ansichten und Entscheidungen kommen kann. Impfung aber nur als persönlichen Faktor zu Betrachten ist kurzsichtig. Wer weiß, vielleicht ist man bei anderen Erkrankungen oder folgenden Pandemien selber mal auf den Schutz durch andere angewiesen...
LG Thorsten