16.07.2024
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kuenstliche-intelligenz-wie-ein-27-jahre-altes-buch-das-innovationsdilemma-erklaert-a-a86ed8df-9f19-42f1-9609-832a38e7ea31?utm_source=pocket-newtab-de-de
Hier mal ein paar Bullitpoints:
- Die drei größten Volkswirtschaften der Welt, gemessen am aktuellen Bruttoinlandsprodukt (BIP), sind die USA (gut 25 Billionen Euro), China (16,3 Billionen Euro) und Deutschland (gut 4,1 Billionen Euro).
- Alle drei sind vorrangig für die Klimakrise verantwortlich. Auch hier führen die USA, historisch betrachtet, mit einigem Abstand. Und auch bei den kumulativen Emissionen liegt die EU noch vor China , was hierzulande gern ausgeblendet wird.
- Zwei dieser drei derzeit größten Wirtschaftsblöcke der Welt haben gewaltige Transformationsprogramme in Gang gesetzt, um der Klimakrise Rechnung zu tragen und vom Siegeszug von erneuerbaren Energien, Speichertechnologie und Elektromobilität zu profitieren. Vorn liegt in diesem Rennen derzeit China, das erneuerbare Energien schneller ausbaut als jedes andere Land der Welt und sich anschickt, zum uneinholbaren Weltmarktführer für Photovoltaik, Speichertechnologie und Elektromobilität zu werden.
- Die USA haben unter Präsident Joe Biden begonnen, gigantische Summen in die Transformation zu investieren: Der Inflation Reduction Act und auch der sogenannte CHIPS Act setzen Hunderte Milliarden Dollar an Subventionen in Bewegung und stoßen damit weitere Hunderte von Milliarden Dollar an privaten Investitionen an. Bis zu diesem Zeitpunkt seien im Zusammenhang mit dem IRA Investitionen in Höhe von 282 Milliarden Dollar getätigt worden.
- China hat allein im Jahr 2022 umgerechnet etwa 505 Milliarden Euro in die Energiewende investiert .
- Die Transformation ist längst in vollem Gang, beschleunigt sich weiterhin und ist unaufhaltsam: Erneuerbare Energien sind die günstigste Form der Stromerzeugung, Batterien werden weiterhin billiger , besser und ressourcenschonender, Elektromobilität wächst exponentiell.
- Der Markt für Verbrennungsmotoren weltweit schrumpüft schon das siebte Jahr in Folge!
- Diese unbestreitbaren Tatsachen dringen in Deutschland und Europa und bei Einigen hier im Forum kaum durch, die rasante Veränderung wird aktiv ignoriert. Bei uns werden Geisterdebatten geführt, wie die, ob man nicht auch nach 2035 noch Neuwagen mit Verbrennungsmotor bauen sollte. Vergleiche zu Kodak um die Jahrtausendwende oder Nokia um 2008 drängen sich auf.
- »Das Fortschrittstempo, das Märkte verlangen oder verkraften können, unterscheidet sich möglicherweise von dem Fortschritt, den Technologie ermöglicht. Das bedeutet, dass Produkte, die unseren Kunden heute noch nicht nützlich erscheinen (disruptive Technologien), morgen womöglich exakt deren Bedürfnisse erfüllen. Wenn man das akzeptiert, kann man von seinen Kunden nicht erwarten, dass sie einen zu den Innovationen hinführen, die sie derzeit noch nicht brauchen.«
- »Disruptive Technologie sollte als Marketing-Herausforderung begriffen werden, nicht als technologische.«
- In China sind neue Elektrofahrzeuge mittlerweile billiger als neue Verbrenner
- In Afrika, Indien oder Vietnam wird man bald billige chinesische E-Autos fahren und Solarenergie ausbauen oder tut das bereits. Weil der Preis dort wichtiger ist als andere Aspekte.
- Die leichte Delle bei der E-Auto-Nachfrage in mehreren Ländern, in denen gerade die Förderung gekürzt wurde, etwa Deutschland und Italien, wird von den Fans des Verbrenners und denen fossiler Brennstoffe hierzulande gerade fröhlich als Menetekel für das E-Auto gedeutet. Das ist ein epochaler Selbstbetrug.
- Das gilt auch für die Politik: Die immer lauteren Rufe nach einem Ende des Green Deals der Europäischen Union sind im Grunde lautstarke Kapitulationserklärungen. Verbrämt werden sie als vermeintlich vernünftig, weil ja sowieso nur »Klimahysteriker« das alles sinnvoll fänden.
- China, die USA und Europa, das sind immer noch die großen drei. Zwei davon sind längst auf dem Weg in eine Zukunft, die erneuerbar und elektrisch ist, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. Sie werden bald den Weltmarkt beliefern. Die EU wird entweder endlich mit dem Aufbruch beginnen – oder zu einer technisch rückständigen Provinz werden, die stolz an Museumstechnologie festhält, weil sie Innovation und Wandel als Zumutung empfindet.
Und dann kommen unser Querie-Experten und meinen, der deutsche Einsatz wäre zu viel, zu stark, zu teuer und würde gar nichts bringen und wir sollten doch am besten alles so lassen, wie es ist, um ja nicht die Wirtschaft zu überfordern. Dabei sind sie eigentlich nur von Verbrennerabgasen narkotisiert und dösen so vor sich hin. WACHT EDNLICH AUF. Und schaut auch mal über den Tellerrand.
Für China wird für ca. 2025/26 Peak-CO2 erwartet, d.h. ab dann werden die CO2 Emissionen von China erwartbar sinken. Und bei Berücksichtigung des bisherigen Ausbautempos vermutlioch deutlich schneller, als man sich das hierzulande vorstellen kann oder will.
Wir freuen uns dann immer noch über unsere "high-tech" Verbrennermotoren; die dann nur kaum noch Jemand auf der Welt haben will => sudden-death für unsere Automobilindustrie!