21.09.2021
Lieber Herr Albrecht B.
wieder einmal bemühen Sie einen Artikel aus der Feder von "CoronaTransition". Dieser verweist im Zuge seiner aufgestellten Behauptungen auf ein Youtube-Video einer "Presse-Konferenz" von über 3h Dauer. Eine Presse-Konferenz u.A. mit der Hutmacherin Viviane Fischer aus dem selbsternannten Corona-Ausschuss.
Sie werden verzeihen, dass ich das Video nur im Schnelldurchlauf überflogen habe. Sollte ich dabei wichtige oder wesentlichen Ausführungen versäumt habe, möchte ich Sie bitten, mich auf die entsprechenden Stellen nebst Inhalt hinzuweisen (Zeitstempel).
Nach knapp 2h Video-Laufzeit kommt der Bereich, auf den sich Ihre Quelle und auch Sie in ihrem Beitrag offenbar beziehen.
"Begleitstoffe der mRNA" gefolgt von einer Aufzählung angeblich im Impfstoff enthaltener Substanzen. U.A. Aluminumhydroxid, Thiomersal (Quecksilber), menschliches fetales Zellgewebe, Nierenzellen von Affen.
Nichts davon ist z.B. im mRNA Impfstoff von BionTech enthalten! Nichts davon konnte von einem akkreditierten Labor bis jetzt nachgewiesen werden.
Auf einer weiteren Folie heißt es "Inhaltstoffe der Impfstoffe ???". Schon in der Überschrifft wird anscheinend eine gewissen Unsicherheit der nachfolgenden Aufzählung eingstanden. Auch gibt es keinen nähren Bezug, auf welchen Impfstoff man sich bezieht. Aufgezählt werden u.A. Spikeproteine (beim mRNA Impfstoff ist nur die codierende mRNA enthalten, aber kein fertiges Spikeprotein), mRNA (wieso mit "???" ? Das ist der essentielle Bestandteil von mRNA Impfstoffen), Graphenoxid, Miniroboter, Parasiten (Treponasoma cruzi), Aluminum, Stahl (Stahl ist ein spezielles Stoffgemisch), Wismut, Chrom, Nickel Eisen (beides Bestandteile von Stahl, ebenso Chrom).
Auffallend ist, dass die gezeigten Grafiken und Präsentationsfolien augenscheinlich ohne jegliche Quellenangaben daher kommen. Es drängt sich der Eindruck auf, dass es sich hier nur um eine bunt zusammengewürfelte Aggregation von absurden bis spekulativen Behauptungen handelt, die keinerlei Entsprechung in der realen Welt Bestätigung finden.
Es ist auch wenig überraschend, dass es auch keine nähere Bezeichnung oder gar einen Link zu den vermeintlichen Erkenntnissen der angesprochenen österreichischen Forschergruppe oder der Wissenschaftler aus Japan oder USA gibt.
Miniroboter, Parasiten und Graphenoxid?
Die Fantasie mancher Protagonisten scheint keine Grenzen zu kennen. Ganz im Gegensatz zu ihrem Kenntnisstand in der Mikrorobotik. Es gibt zwar durchaus Forschungsprojekte im Bereich gefäßgängiger Mikroroboter, die durch externe Magnetfelder bewegt werden können. Es handelt sich dabei um ca. 8µm große Objekte aus metallbedampften Glasperlen, die einseitig mit mit einem Wirkstoff beschichtet werden können. Über externe Magnetfelder können sie dann zu ihrem Wirkort geleitet werden. Mehr Transportvehikel als Roboter. Die Herstellung ist alles andere als trival und auch noch lange nicht masseproduktionsfähig. Vielleicht wird man eines Tages in der Zukunft in der Lage sein, Nanobots für verschiedenste Einsatzzwecke zu erschaffen; auch welche, die injeziert werden können. Aktuell ist das, sowie der behauptete, massenweise Einsatz am Menschen, pure Fiktion.
Herr Albrecht, Sie sollten nicht versuchen, sich durch eine unzulässige Beweislastumkehr dem Belegen ihrer Behauptungen zu entziehen. Nanolipide sind, wie der Name schon sagt, kleinste fettbasierende Strukturen und haben erst mal nichts mit graphenbasierenden Nanopartkeln zu tun. Wenn Sie jedoch stichhaltige Hinweise/Belege haben, dass es bei den gängigen Corona-Impfstoffen zu einer Verquickung beider gekommen sein sollte, zögern Sie bitte nicht, diese mit uns zu teilen. Auch ein Foto oder eine REM-Abbildung eines dieser angeblichen Mikroroboter wäre sicherlich erhellend und wäre geeignet, Ihre Ausführungen zu untermauern.
Sehr geerhter Herr Thomas V.,
gewerbsmäßig anmutende Desinformation verschiedenster Quellen, die einer politischen Agenda zu folgen scheint, sowie deren unreflektierte Verbreitung, vermag ich nicht als Humor wahrzunehmen.
Mit besten Grüßen
Dragan Ulrich