Liebe Daniela,
zu deinem Kommentar:
„dein Zitat: "Heutzutage haben wir jedoch die Technologie, um mikrobielle Krankheiten bis ins molekulare Detail zu untersuchen, und so verstehen wir viel mehr über den Prozess der Infektion, so dass die starren Kriterien von Koch nicht mehr notwendig sind."
Ja dann bitte, wo sind die molekularen Details?
Was sind die Fälle auf die sich die kochschen Postulate nicht anwenden ließen und warum!
lg, Daniela“
Ich hatte mehrere Beispiele in meinem Post gegeben, bei dem ersten ging es um das Lepra verursachende Bakterium Mycobaterium leprae. Das nächste Beispiel waren Viren und da hatte ich HIV, Herpes und Hepatitis-Viren genannt, die die Postulate nicht erfüllen. Ich hatte auch gesagt, welches Postulat nicht erfüllt wird.
Zu den molekularen Details, das geht los mit der Sequenzebene auf der man einen Erreger untersucht. Dann Proteinebene indem man Proteine von dem Erreger untersucht, sei es rekombinant hergestellt oder direkt isoliert. Die Proteine kann man dann mit allen zur Verfügung stehenden biochemischen Methoden untersuchen, Wechselwirkungen und Bindungen anschauen. Und dann kann man in das Zellsystem und auf ganze Organismen gehen und die Erreger zu untersuchen. Das ist natürlich verkürzt und vereinfacht, aber man kann nicht mehrere Semester im Bereich Infektionsbiologie so kurz zusammenfassen. Das wird entwickelt und das Wissen baut aufeinander auf, deswegen fängt man beim Lernen auch mit den Grundlagen an (Chemie, Mathe, Physik) und arbeitet sich dann von Stufe zu Stufe in der Komplexität weiter.
LG Stephan