19.03.2021
Derzeitiger Forschungsstand: Sinusvenethrombosen / Asra-Zeneca (Karsten Watzel, Twitter)
Kurze Erklärung, was hier evtl. passiert: Plättchenfaktor 4 (PF4) bindet an Polyanionen (negativ geladene Oberflächen, evtl. die Adenoviren der Impfung). Dieser Komplex löst Autoantikörper aus. (Bei einigen Personen schon vorher vorhanden durch Parodontose Bakterien.)
Die Antikörper-PF4-Komplexe aktivieren Blutplättchen über spezielle Rezeptoren. Das führt zum Verbrauch der Plättchen (daher die Thrombozytopenie)und zur Blutgerinnung (daher die Thrombosen). Nennt man Autoimmun-Heparin-induzierte-Thrombozytopenie (HIT).
Kann durch den Nachweis der anti-PF4 Antikörper diagnostiziert werden und mit Blutverdünnern (nicht Heparin!) auch behandelt werden. Viele 'evtl.', aber wenn sich das bewahrheitet, wäre das eine gute Nachricht!
Nachtrag: Behandlung wohl eher mit Gabe von intravenösem Immunglobulin (IVIg), also hochdosierten Antikörperpräparaten.
Quelle:https://twitter.com/CarstenWatzl/status/1372876905066680321