02.09.2022
Wie harmlos ist Omikron?
Wir haben uns mittlerweile an die Ansicht gewöhnt, dass Omikron i.W. für milde Infektionsverläufe sorgt. Alles easy, kein Problem also?
Schaut man sich mal die Zahlen der vergangenen Jahre an, kommt vielleicht ein anderes, differenzierteres Bild heraus.
Beispiel Corona bedingte Todesfälle:
* Juli 2020 -> 136
* Juli 2021 -> 274
* Juli 2022 -> 2.839
[Quelle RKI]
Beispiel intensivmedizinisch behandelte Covid-19-Fälle:
* Juli 2020 -> 8.287
* Juli 2021 -> 12.900
* Juli 2022 -> 38.592
[Quelle DIVI]
Schaut man sich die Infektionszahlen an, relativiert sich das Bild wieder:
* Juli 2020 -> 14.743
* Juli 2022 -> 2.658.725
Es sterben zwar deutlich weniger Menschen, bezogen auf die Anzahl der Infizierten. Nichtsdestotrotz steigt die absolute Zahl der Coronatoten aufgrund der offenbar drastisch höheren Infektiösität von Omikron.
Die Frage ist, wie ethisch korrekt kann hier eine Argumentation sein, dass ja i.W. nur Alte und Vorerkrankte betroffen sind und man selber nichts tun müsse? Besteht nicht zumindest auch eine ethische und moralische Verpflichtung für die, die allenfalls mit "milden" Verläufen zu rechnen haben, hier einen Beitrag zur Verringerung der Infektionen zu leisten?
Z.B. Tests, einrichtungsbezogen Masken tragen, ggf. Impfung (wirksame und nebenwirkungsarme Impfstoffe vorausgesetzt); auch ohne die Notwendigkeit gesetzlicher Vorgaben?
Und wer sind denn alles diese "Vorerkrankten"? Zählen da auch die zu, deren Immunsystem mit diversen, persitierenden Vireninfektionen grundausgelastet ist, dass sie es nur mit reichlich NEM in einem vermeintlich "kompetenten" Zustand halten und wähnen? Was ist mit Leistungssportlern, die regelmäßig ihren Organismus bis an den Rand der Leistungsfähigkeit beslasten (müssen)? Menschen mit einer Schwermetall-Thematik, von der sie noch gar nichts wissen? Menschen mit einer entsprechenden genetischen Prädisposition, die bis jetzt noch nicht merklich in Erscheinung getreten ist?
Um zumindest eine rumentäre Idee zu bekommen, wie es um den eigenen Schutz gegen Corona estellt ist, kann (konnte?) man im Rahmen einer Blutspende den Antikörper-Titer bestimmen lassen.
Ich komme für mich zu dem Schluss, dass ich aktuell gut genug geschützt bin, um mich kein weiteres mal Impfen zu lassen.
LG
Thorsten