Forum: Ernährung - Studie der Universität Bonn: Haferkur senkt Blutzucker und Blutfettwerte
...ist bei mir auch unüblich ;)
Habe mich vertan und meinte natürlich die "Resistenz"
"Nur um die physiologische Insuöinsensitivität zu durchbrechen, muss man es eben länger als einen Tag durchziehen."
Der Begriff "physiologische Insulinsensitivität" ist in der wissenschaftlichen Fachliteratur unüblich; korrekt spricht man von "physiologischer Insulinresistenz", einer normalen, reversiblen Anpassung des Stoffwechsels, die bei Low-Carb auftreten kann und nicht "durchbrochen"werden muss.
Thomas v.
Mir geht es nur darum, dass der Begriff "längerer Zeitraum" leicht so verstanden werden kann, als wären Wochen oder Monate nötig - was ja in solchen Diskussionen häufig behauptet wird. Für die metabolische Anpassung können oft schon wenige Tage mit moderater Kohlenhydratzufuhr von 50-150 g pro Tag ausreichen. Deshalb habe ich nachgefragt
Ole, haben wir wieder Probleme mit dem Textverständnis? Wenn ich schreibe, man sollte eine derartige Intervention nicht nur einen Tag betreiben, sonder über einen längeren Zeitraum...als einen Tag... laufen lassen, ist es exakt das, was du schreibst. Offenbar haben wir eine andere Auffassung von einem "längeren Zeitraum".
Man kann es ein paar Tage durchziehen, oder auch länger, je nach persönlicher Intension. Nur um die physiologische Insuöinsensitivität zu durchbrechen, muss man es eben länger als einen Tag durchziehen.
Anstatt grundsätzlich bei mir in eine systemische Ablehnungshaltung zu gehen, ...bei Unklarheiten einfach mal nachfragen...das nennt man Diskussion ;)
Ja, mehrere Tage sind länger als ein Tag. Für den Stoffwechsel reicht es schon ein kurzes Kohlenhyhrat-Intermezzo, um Glucose und Insulinreaktion in Schwung zu bringen. Ein "längerer Zeitraum ist also nicht nötig,
Bereits wenige Tage mit moderaten Mengen (z.B.50-150g pro Tag ) können die Glukose-und Insulinreaktion messbar verändern.
Mehrere Tage sind ein längerer Zeitraum als ein Tag (...)
Hej,
"Wichtig ist nur dass man das über einen längeren Zeitraum macht und nicht nur für einen Tag."
Warum sollte ein längerer Zeitraum zwingend notwendig sein? Der Stoffwechsel reagiert dynamisch auf Veränderungen der Kohlenhydratzufuhr. Bereits wenige Tage mit moderaten Mengen (z.B.50-150g pro Tag ) können die Glukose-und Insulinreaktion messbar verändern. Einen klar wissenschaftlich belegten Mindestzeitraum gibt es dafür nicht.
Hej,
Für sportliche Menschen ohne Übergewicht bringt eine Kohlenhydratzufuhr von 200 g zur Durchbrechung einer physilologische Insulinresistenz keinen Vorteil. Mengen von 50-150 g reichen aus, um genug Energie fürs Training zu liefern ohne unnötige hohe Insulinspiegel zu erzeugen. So bleibt die Insulinempfindlichkeit erhalten und der Körper kann effizient fett und Glykogen nutzen.
200 g Kohlenhydrate verändern bei sportlichen Menschen die Art, wie der Körper Energie nutzt: mehr Zucker wird verbrannt, Insulin steigt schneller, die Muskel füllen schneller Glykogen auf. Das bringt aber keinen klaren Vorteil gegenüber 50-150g Kohlenhydrsate
Richtig, in der Regel reichen 120 bis 150 g Kohlenhydrate um eine physiologische Insulinresistenz zu durchbrechen. Wichtig ist nur dass man das über einen längeren Zeitraum macht und nicht nur für einen Tag.
Auf 200 Gramm komme ich deswegen weil ich das persönlich so praktiziert habe. Ich habe in der Zeit dreimal die Woche schweres krafttraining gemacht und zusätzlich bin ich viel Fahrrad gefahren.
Ansagen wie 120 bis 150 g halte ich für einen Richtwert. Es ist ein Unterschied, ob eine 50 kg Frau 150g Kohlenhydrate pro Tag zu sich nimmt oder ein 90 Kilo Mann der fährt auch noch krafttraining betreibt, ob derjenige Sport betreibt und schon von daher viele Kohlenhydrate verbrennt oder ob ein Couchpotato ist.
Wie kommst du auf 200 g KH? Warum gleich so viel?
Robert schreibt "einige 10 g" also von unter 50 auf 80 bis 120g erhöhen - bis 150g wäre immer noch LC.
Wir essen gelegentlich mal ein paar Kartoffeln, 100 - 125 g /Portion also pro Tag zusätzlich. Das sind 20 bis 25 g KH.