Forum: Ernährung - Studie der Universität Bonn: Haferkur senkt Blutzucker und Blutfettwerte
Hej
„Minderwertiges Eiweiß (z.B. Molkeweiß) kann nicht in die Muskelzellen eingebaut werden…“
Das widerspricht hunderten Studien und allen modernen Meta-Analysen
Hej,
Whey-Protein ist keineswegs minderwertig. Studien zeigen, dass es alle essentiellen Aminosäuren liefert und die Muskelproteinsynthese nach dem Training stärker steigert als andere Proteinquellen.
"Amino8 Produkte erreichen einen Protinnährtwert von ca. 99Prozent..." sind Herstellerangaben und stammen aus theoretischen Berechnungen oder Marketingmaterial, und nicht aus klinischen Studien und sind meistens nicht überprüft.
Herstellerangaben zu Protinwerten können als Orientierung dienen, ersetzen aber keine klinische Evidenz
Hallo Patricia,
Amino8 Produkte erreichen einen Proteinnährwert von ca. 99 Prozent und nur ca. 1 Prozent wird von der Leber in Glukose umgewandelt (Gluconeogenese). Bei Molkeeiweiß wird dagegen ein großer Anteil von der Leber in Glukose umgewandelt und wir sollten bei evtl. Beschwerden möglichst wenig davon verzehren. Viele Grüße!
Roger
@Roger,
ich bin jetzt doch über eine Bermerkung von Dir ziemlich verunsichert.
Zitat Roger: "Minderwertiges Eiweiß (Dr. Reinwald: z.B. Molkeweiß etc.) kann nicht in die Muskelzellen eingebaut werden und wird in der Leber zu Glukose umgewandelt (Gluconeogenese)"
Warum ist Whey minderwertig? Woher ist die Info, daß es NICHT in Muskelzellen eingebaut werden kann?
Ich weiß zwar, daß Whey (wie auch Eiweiß aus Rindfleisch) zu einem hohen BZ-Anstieg führen kann (via Gluconeogenese), aber es wird doch nicht alles dafür verwendet. Warum sollte Whey nicht in Muskeln eingebaut werden?
Viele Grüße,
Patricia (ohne D.)
Hej Mikrobiologin
zu deiner Frage:
Physiologische Indulinresistenz passiert nicht, weil Insulinrezeptoren verschwinden, sondern weil die Signalwege in die Zelle - die "Kommunikationsleitungen", über die Insulin den Befehl gibt, Glucose aufzunehmen - vorübergehend gebremst werden, z.B. durch Hormone, Fettsäuren oder Ketonkörper.
So "spart " der Körper Glucose für Gehirn und Blut, während Muskeln bevorzugt Fett verbrennen, und alles ist schnewll reversibel, sobald wieder Kohlenhydrate verfügbar sind.
Hej,
https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/in-12-punkten-insulinresistenz-verstehen/
https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/
die beide Artikel sind meinungsbasierte Blogbeiträge und keine sytematisch, evidenzbasierte Auswetungen aus klinischen Studien.Der Blogger vermischt biochemische Theorien mit persönlichen Interpretationen und liefert keine belastbaren Belege dafür, das Low-Carb oder Keto langfristig Typ-2-Diabetes verursacht.
...oder auch hier: "Der No-Carb-Stoffwechsel ist der Diabetiker-Stoffwechsel minus Glukose."
https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/insulinsensitivitaet-5-wahrheiten/
Soweit mir bekannt, bildet sich eine pathologische Insulinresistenz fast zwangsläufig bei Menschen, die dauerhaft im Kohlenhydrat-Überschuß leben und infolgedessen dauerhaft stark erhöhte Blutglucose-Werte haben.
Nein - dauerhaft im "Überfluss", zuviele Khs, zu viel Gett, zu viele Kalorien.
Es gibt derzeit keine belastbaren wissenschaftliche Belege dafür, das eine langfristige Low-Carb-oder ketogene Ernährung eine pathologische Insulunresistenz oder Typ-2-Diabetes auslöst oder auslösen kann.
Warum,sollte es diese Studien geben? Die biochemischen Gesetzmäßigkeiten sind bekannt. Du wirst euch keine Studien finden, die erforschen wollen, ob die Erde eventuell doch flach ist.
Aber hier ist eine gute Darstellung zum Thema Insulinresistenz:
https://genetisches-maximum.de/hormonhaushalt/in-12-punkten-insulinresistenz-verstehen/
Liebe Foristen,
mit Interesse verfolge ich die lebhafte Diskussion, die sich zuletzt aber etwas im Kreis dreht. Da ich kein Arzt oder Leistungssportler bin und nicht so tief in der Materie stecke, kann ich nur eine Frage beisteuern.
Soweit mir bekannt, bildet sich eine pathologische Insulinresistenz fast zwangsläufig bei Menschen, die dauerhaft im Kohlenhydrat-Überschuß leben und infolgedessen dauerhaft stark erhöhte Blutglucose-Werte haben. Anfangs nehmen deren Zellen, vor allem Muskelzellen, die Glucose noch auf und verstoffwechseln diese. Aber irgendwann leiden die Zellen unter dem Überangebot an Glucose und müssen zu ihrem Selbstschutz die Glucose-Aufnahme drosseln. Deswegen verringern sie die Anzahl der Insulin-Rezeptoren auf ihrer Oberfläche. Je länger der Zustand andauert, desto weniger Insulinrezeptoren. Durch eine Low-Carb, No-Carb oder ketogene Ernährung kann dieser Zustand langsam wieder rückgängig gemacht werden. Das kann locker 4 oder 6 Monate dauern; bei Menschen mit sehr stark fortgeschrittener Insulinresistenz auch 1 Jahr.
Bei der physiologischen Insulinresistenz geht es um etwas Anderes. Die Erythrozyten und etwa 20% der Gehirnzellen sind auf eine dauerhafte Glucose-Zufuhr angewiesen. Genau deswegen muß im Blut ein Glucose-Spiegel aufrechterhalten werden mit einem Minimal- und einem Maximalwert (im Normalfall). Fehlt Glucose, muß die Leber Glucose in die Blutbahn ausschütten. Bei einem sehr niedrigen Blutglucose-Spiegel, der nur durch Gluconeogenese der Leber aufrechterhalten werden kann (Gluconeogenese aus Proteinen ist energieaufwändig und wenig effektiv) müssen die Glucose-Spiegel im Blut für die darauf angewiesenen Zellen "reserviert" werden. Robert Krug beschrieb im letzten Jahr in den News einmal, daß die Muskelzellen nicht auf die "dumme Idee" kommen sollen, diese wertvolle Glucose für sich aufzunehmen.
Jetzt die Frage: durch welchen biochemischen Mechanismus wird die physiologische Insulinresistenz bewirkt? Auch durch die Verminderung der Zahl der Insulinrezeptoren? Oder durch Botenstoffe / Hormone o.ä., die sich auf die Insulinrezeptoren oder die Zellmembranen daneben setzen und diese kurzfristig und vorübergehend blocken? Eine Botenstoff-vermittelte Insulinresistenz wäre schnell wieder aufhebbar und würde sich als kurzfristiger Regulationsmechanismus doch viel eher eignen als der Abbau von Insulin-Rezeptoren!
Hej
"Man muss die physiologische nur über Jahre aufrecht erhalten und züchtet sich damit dann sogar einen Diabetis2...kann." (thomas v. 18.2.26)
"das eine dauerhafte Ketoernährung automatisch im Diabetis landet! Ich sagte lediglich, es könnte sein" (thomas v. 19.2.)
Es gibt derzeit keine belastbaren wissenschaftliche Belege dafür, das eine langfristige Low-Carb-oder ketogene Ernährung eine pathologische Insulunresistenz oder Typ-2-Diabetes auslöst oder auslösen kann. Vorübergehende metabolische Anpassung wie physiologische Insulinresistenz sind reversibel und unterscheiden sich klar von Diabetes