Forum: Ernährung - Studie der Universität Bonn: Haferkur senkt Blutzucker und Blutfettwerte

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Thomas V. 6753 Kommentare Angemeldet am: 22.05.2018

Uli, was du beschreibst ist das typische Symptom einer physiologischen Insulinresistenz. Führt man ein paar Khs ein, wird diese schnell unterbrochen. Es reichen 200g/Tag.

Bei den Ernährungsdocs wird auch gern die Haferkur empfohlen. Hier wird sie aber bei der pathologischen Insulinresistenz eingesetzt.

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Uliginosa 691 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Hallo Elli,

gerade zufällig wiedergefunden, eine gute News von Robert zum Thema: "Nüchternblutzucker trotz LowCarb zu hoch?"

Ein bißchen weniger LC mithilfe einer geringen Erhöhung der Kohlenhydrate - ein bißchen Hafer, keine ganze Haferkur, müsste reichen um das Problem zu lösen. 

Bei mir hat's geklappt.

Frühlingsgrüße! 

Uli

 

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Vitaminer 9 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Sinn macht eine Zunahme der Lebenszeit roter Blutzellen sowohl bei Nährstoffmangel als auch Anämien. Daher denke ich das der Absatz zu Eisenmangel stimmt, und für Vitamin B12- und Folsäuremangel das gleiche (längere  Lebenszeit) gilt, das sagt die andere Quelle ja auch. (Also vermutlich Fehler im [ Thomas "Labor und Diagnose"].)

Um einen etwaigen ebenso verringertem Erythrozyten Umsatz mit Zunahme der Lebenszeit roter Blutzellen bei Eiweissmangel ging es ja gerade. Ich halte es halt für gut möglich, dass es einen generellen Mechanismus gegen das Absinken der Erythrozytenanzahl gibt, der eben dazu führt das dann weniger Zellen aussortiert werden. Genau diese Auswirkung von mehreren anderen Mängeln sprächen dafür.

Gleiches ließe sich evtl. sogar auch für einen "Kohlenhydratmangel" vermuten, würde man "zu niedrige" Glukosewerte annehmen, anstatt weniger von den schädlichen "zu hohen" Glukosewerten.

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Vitaminer 9 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Huch, weiter unten im Thomas "Labor und Diagnose" steht unter "Hinweise und Störungen" "Eisenmangel mit oder ohne Anämie führt zu einem Anstieg des HbA1c" (entspräche oben also beides langlebiger, statt Eisenanämie kurzlebiger) und unter "Fehlbeurteilungen" steht dann Folsäure- oder Vitamin B12-Mangel unter falsch niedrig (entspräche kurzlebig, und steht der Angabe weiter obenentgegen). 

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Ole 2040 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

"Diese Annahmen sehe ich zumindest bei bei Eisen, B12, und Folsäure nicht bestätigt,

Wir sprachen nicht über Eisen, B12 und Folsäure..

ich zitiere Elli gerne noch einmal ein zweites  Mal:

 "Ich habe jetzt schon zum zweiten Mal die sog. BodyCell-Analyse bei Prof. Winkler in Lüneburg gemacht. Da werden ja immerhin so ca. 200 Werte gemessen und von ihm bewertet. Auch hier kam im Prinzip dasselbe heraus wie 2020 bei Dr. Strunz. Alles ok bis auf Eiweiß,"

Vitamer, es handelt sich um Eiweiß:

 

"...Eiweißmangel extra länger am Leben hält. Erythrocyten leben ca. 120 Tage und der Körper kann dies Lebensdauer nicht einfach verlängern. Wenn Eiweiß fehlt, werden im Knochenmark weniger neue gebildet, aber die alten, werden trotzdem wie gewohnt abgebaut. Deshalb entsteht bei Eiweißmangel eher eine Blutarmut, statt dass die vorhandenen Erythrocyten länger "durchhalten".

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Vitaminer 9 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

der Körper kann dies Lebensdauer nicht einfach verlängern

eher eine Blutarmut, statt dass die vorhandenen Erythrocyten länger "durchhalten".

Diese Annahmen sehe ich zumindest bei bei Eisen, B12, und Folsäure nicht bestätigt, lese da erst genau so ein ein kompensatorisches "länger durchhalten" raus, Verlängerung bevor es zur Anämie mit Verkürzung kommt (sonst wäre es bei Eisen klar widersprüchlich):

https://labor-und-diagnose.de/k03.html#_idTextAnchor1756

https://link.springer.com/article/10.1007/s15034-016-0928-7

So ein Kompensationsmechanismus erscheint mir auch recht plausibel, weil Hb so zentral ist das es ziemliche priorität haben dürfte.

Kenne aber auch keine Methode zur Altersbestimmung. Könnte man vielleicht noch andere lebensdauerabhängige Oberflächenzustände neben HbA1c messen (https://flexikon.doccheck.com/de/Erythrozyt).

 

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Uliginosa 691 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Hallo Mikrobiologin,

danke für deinen Beitrag, echt mal neue Aspekte. 

"guter Gesundheit der Blutgefäße, glatt wie Teflon, ... keine Risse"

Besser als Teflon würde der Vergleich mit der glitischigen Haut von Fischen passen - die Glycocalix über den Epitelzellen schützt die Gefäßwände.

"Risse" in der Gefäßwand sind der Katastrophenfall - muss durch Blutgerinnung so schnell wie möglich geschlossen werden, sont droht inneres Verbluten. 

Und interessant dass Omega 3-Fettsäuren die Erythrocytenmembran besonders flexibel machen. Die Ery-Membran enhät auch viel Cholesterin, das ebenso wichtig ist für ihre Funktion. Wenn dieses Cholesterin teilweise ersetzt wird durch Phytosterole*,  beeinträchtigen diese auch die Flexibilität und können mit dazu beitragen, dass sie schneller aussortiert werden müssen.

*die helfen sollen den Cholesterinspiegel zu senken

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Eine Mikrobiologin 7 Kommentare Angemeldet am: 17.11.2024

Hallo zusammen,

@ Ole: Kommentar vom 27.02.2026: stimmt, alte, abgenutzte Erythrocyten werden von Milz-Makrophagen abgebaut.

@ alle: jetzt haben wir schon alle möglichen Ursachen für ein erhöhtes Erythrozytenalter diskutiert, ohne wirklich weitergekommen zu sein. Man könnte das Problem evtl. durch eine Altersbestimmung der Erythrocyten lösen. Bereits in einem ganz frühen Kommentar wurde erwähnt, daß der HbA1c-Wert am besten in Relation zum Alter der roten Blutkörperchen gesetzt werden sollte.

Gibt es denn bereits etablierte, praxistaugliche und preiswerte Methoden zur Altersbestimmung von Erythrocyten? 

 

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Ole 2040 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

Hej Vitaminer,

Es gibt keine verlässlichen Beweise dafür, das der Körper rote Blutkörperchen bei einem Eiweißmangel extra länger am Leben hält. Erythrocyten leben ca. 120 Tage und der Körper kann dies Lebensdauer nicht einfach verlängern. Wenn Eiweiß fehlt, werden im Knochenmark weniger neue gebildet, aber die alten, werden trotzdem wie gewohnt abgebaut. 

Deshalb entsteht bei Eiweißmangel eher eine Blutarmut, statt dass die vorhandenen Erythrocyten länger "durchhalten".

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Vitaminer 9 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Eiweißmangel reduziert die Neubildung roter Blutkörperchen, verlängert aber wissenschaftlich nicht nachweisbar deren Lebendauer.

Wie meinst Du das? Dieses "wissenschaftlich nicht nachweisbar" kann heißen es wurde kein Zusammenhang gefunden... Aber nicht gesagt ist z.B. worin oder womit... Kann auch heißen, wir haben keine Ahnung davon oder wollen oder können das nicht bestätigen, hieß es ja z.B. lange bei "Rauchen ist ungesund"...

Ich habe das so verstanden, dass wie beim Eisenmangel, eine reduzierte Neubildung zu längeren Lebensdauern zwingt (viel besser als zu wenig rote Blutkörperchen).

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