Hallo Erika,
das ist für adipöse Pre-Diabetiker mit ca. 60-120 kg Übergewicht isnofern falsch, als das ich zunächst Insulin mittels einer ketogenen Phase runterbringen muss. Und das dauert lange!
Wenn ich sage: Ess weniger und mach mehr Sport; ess aber genauso wie vorher (Cola, Chips, Burger, etc. ...), nur weniger, dann geht der Insulinspiegel eben genau nicht runter, der Körper lernt nicht, den Fettstoffwechsel wieder aufzubauen und kriegt Panik = Cortisol. Er hat dann keine andere Chance als den Gesamtstoffwechsel runterzufahren; und genau das wurde gemessen.
Anders: In den Studien von Volek/Phinney bzw. Rosedale werden die Patienten auf eine ketogene Ernährung gesetzt. Und sie essen dann weniger (klar, sonst nehmen sie nicht ab)...und verbrauchen ihr eigenes Fett. Hier fällt die Gesamtrate eben NICHT. Das ist der springende Unterschied. Und wenn man adipös ist, kann man sogar wochenlang nichts essen...oder eben sehr wenig und primär Eiweiß. Die Energie kommt dann zu 90% aus dem eigenen Fett. Das geht...bis das Fett weniger wird...und nicht mehr der komplette Bedarf über das eigene Fett an einem Tag zu Verfügung gestellt werden kann. Ab dem Zeitpunkt muss man dann mehr essen...es bietet sich Fett an ;-) ...aber ab dem Zeitpunkt dürfen es auch gesunde Carbs sein. Und ganz sicher, wenn man bei seinem Idealgewicht gelandet ist. Das versuche ich ja auch im Fastenkompass zu erläutern.
DER Messert ist: Insulin. Damit steht und fällt alles. Und dieser Wert ist nur über die Ernährung zu beeinflussen (außer das Thema spritzen...das geht dann natürlich von außen und ist keine gute Idee...außer bei Diabetes T1 ggf. notwendig)
VG,
Robert