30.06.2022
Off Topic / Verständnisfrage
Hallo Robert,
mir fällt bei der Thematik auf, dass sich hohe Cortisol-Werte und Ketose erst einmal gegenüberstehen. Hohes Cortisol hat den Ruf die ß-Oxidation in den Mitos ungünstig zu beeinflussen. Erst einmal kann ich mir vorstellen, dass bei einer Ketose die nach streng wissenschaftliche Definition vorliegt dennoch genug Energie in den Mitochondrien umgesetzt wird, jedoch wird das Energielevel eingeschränkt sein, jedoch ist das gesamte System funktionsfähig.
Halte ich mich für einige Zeit an striktes LOW-Carb oder bin gar nach Definition der Menge an KHs im Keto-Bereich, so stelle ich mir das äußerst schwierig für den Stoffwechsel vor überhaupt ausreichend Ketose-Körper verstofwechseln zu können, die ja auch andererseits von den Synthesewegen im Körper her genügend zur Verfügung stehen müssen. Wenn dann noch hohes Cortisol dazukommt, dann müssen viele Bedingungen erfüllt sein: Genügende Produktion von Ketonkörpern. Ich brauche sehr viele Mitos, um die Sache mit dem Cortisol kompensieren zu können, sprich sportliche aktivität ist Grundvorussetzung. Die Mitos müssen so fit sein, dass sie bei der ganzen Sache mitmachen können. War ich zuvor im High-Carb-Bereich unterwegs, dann kann es sein dass sämtliche Zellen aufgrund des übermäßigen Zuckerkonsums mit Laktat als Stoffwechselprodukt der Glucose-Verwertung "vermüllt" sind. Die Zellen laufen einfach auf Sparflamme und können alles andere als mit metabolischer Flexibilität auf eine Ernährungsumstellung reagieren. mögliche Komplikationen durch vermehrte Bildung von Insulin und Cortisol duch eine sich anbahnendeKeto-Stoffwechsellage kommt noch hinzu, wobei sich die Ketone nicht in der Form durchsetzen können als dass für die Energieversorgung in auseichnder Weise nötig ist.
Gut möglich dass ich in einer solchen Situation die Ketone nutzen kann, jedoch dies in so eingeschränkter Weise als dass diese Stoffwechsellage nach strikter Keto-Definition nicht als Ketose zu bezeichnen ist.
Eine weitere Voraussetung für Ketose ist ein flexibler und aktiver Stoffwechel, der kann jedoch bei hohen Cortisol-Werten und vielen Enzündungswerten im Körper erst gar nicht in auseichender Weise bestehen. Die Gluconeogenese der Leber klappt auch nicht bei jedem, selbst wenn die Voraussetzungen optimaler sind.
Ich halte es für unmöglich, unter diesen Bedingungen überhaupt in Ketose zu kommen. Ohne Wissen um klare biochemische Definitionen. Womöglich verstoffwechsle ich vermehrt Ketone, allerdings verziehe ich mein System insgesamt mehr mit einem Versuch Richtung Keto zu kommen als dass es mir nutzt, folglich bricht das Energielevel ein.
Ist es überhaupt rein theoretisch möglich unter diesen Bedingungen in eine gesunde Form von Ketose zu kommen?