Forum:Gesundheit - Salzreduktion hilft nicht gegen Bluthochdruck – Falsche und gefährliche Schlussfolgerungen

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Danke Ole,

ja - leider habe ich die Erfahrung machen duerfen und Familienmitglieder der aelteren Generation mit Natriummangel erleben duerfen :-(  

Das brennt sich dann ein - fuer immer ...

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Ole

2068 Kommentare Angemeldet am: 06.06.2023

"So - und wenn man dann - dank dem news Artikel - weiss, dass low Sodium eben auch die genannten Nachteile hat, dann wuerde ich eher zu mehr Kalium, statt weniger Natrium raten."

Richtig Stefan, nan sieht, dass du die Zusammenhänge verstehst und differenziert betrachtest. Oft wird Natriumreduktion pauschal mit Blutdruck gleichgesetzt, ohne weitere Faktoren wie Kalium oder das Gesamtverhältnis zu berücksichtigen.

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Hi Oliver,

diese Studie war lediglich zur Untermauerung meines letzten Satzes gedacht ... es ging um die Nachteile von low salt. Wie uebrigens auch in dem besagten Cochrane Review, wo neben Deiner gern zitierten Aussage, dass eine Natriumreduktion als ergänzende Behandlung bei Bluthochdruck eingesetzt werden kann (was Du scheinbar als "muss" gelesen hast!), auch die gesamten Nachteile von Low salt deutlich kommuniziert werden - hier gern noch einmal fuer Dich:

During sodium reduction renin increased 1.56 ng/mL/hour (95%CI:1.39, 1.73) in 2904 participants (82 trials); aldosterone increased 104 pg/mL (95%CI:88.4,119.7) in 2506 participants (66 trials); noradrenalin increased 62.3 pg/mL: (95%CI: 41.9, 82.8) in 878 participants (35 trials); adrenalin increased 7.55 pg/mL (95%CI: 0.85, 14.26) in 331 participants (15 trials); cholesterol increased 5.19 mg/dL (95%CI:2.1, 8.3) in 917 participants (27 trials); triglyceride increased 7.10 mg/dL (95%CI: 3.1,11.1) in 712 participants (20 trials); LDL tended to increase 2.46 mg/dl (95%CI: ‐1, 5.9) in 696 participants (18 trials);

Increased Renin fuehrt uebrigens zu verengten Blutgefaessen und dadurch zu hoeherem BD. Aber bitte, wer es moechte, soll ruhig ... Mein Punkt ist: Wenig Na kann tatsaechlich schaden - mehr Kalium dagegen kaum!

Und noch eine abschliessende Frage: Ist jemals einer mit Bluthochdruck (zB: 180/100), durch low salt geheilt worden?? 3,5% davon klingen immer noch hoch, nicht wahr!? Oder geht das Ganze dann nach hinten los und er ist ein garantierter Fall fuer Dauer-Blutdruck-Medikation, weil er - dank der genannten Nachteile - dann erst richtig krank wird????

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Oliver Adam 49 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Hallo Stefan,

der Titel der Studie, die Du heranziehst, lautet: »Short-term dietary sodium restriction increases serum lipids and insulin in salt-sensitive and salt-resistant normotensive adults«. Heißt, diese Studie hat gesunde Menschen ohne Bluthochdruck untersucht. Diese Studie ist für meine Kritik an den News irrelevant, da sich die Aussage von Frau Dr. Jacoby explizit an Menschen mit Bluthochdruck, also an Patienten, richtet (»Salzreduktion hilft nicht gegen Bluthochdruck«). Diese Aussage ist nach wie vor falsch und gefährlich.

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Oliver Adam 49 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Hi Uliginosa,

wenn Du keinen Bluthochdruck hast, brauchst Du in Sachen Salz gar nichts machen. Dieser Thread wendet sich ausschließlich an Menschen mit Bluthochdruck und der irren Aussage der News, dass »Salzreduktion nicht gegen Bluthochdruck hilft«. 

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Uliginosa 708 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

Hallo Oliver,

warum sollte ich diesen Stress der Salzzählerei auf mich nehmen, wenn ich kein Problem mit hohem Blutdruck habe? (Im Gegesatz zu vielen Gleichaltrigen). Vielleicht hilft LowCarb, Insulinreduktion doch gegen Bluthochdruck, Erfahrungswerte?!

Brot esse ich nur ausnahmsweise, meistens mein eigenes Sauerteigbrot, da fehlt mir wieder die Waage um genau zu wissen wieviel drin ist. Ketchup esse ich nicht. 

Wurst esse ich öfter mal - gute, handwerklich hergestellte - im Sinne von Nose to tail, wir bräuchten viel weniger Tiere, wenn nicht alle nur Filet und Schnitzel essen würden, und weil sie z.T. Nährstoffe bringt, die wir sonst nicht/kaum essen: Leberwurst, Blutwurst, Sülze z.B.  Und manchmal auch weil manche Würste auch einfach mal praktisch sind, unterwegs, wenn man einfach nur abbeißen will, wie andere von ihrer Stulle. 

Wenn ich im Sommer draußen unterwegs bin, brauche ich auch salziges Essen - andere Mineralien, wie Kalium habe ich als NEM in der Wasserflasche.

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Wenn man einmal mit etwas Abstand ueber diese Sache mit low salt / high salt nachdenkt, koennte man auf die Idee kommen, dass es weniger mit dem absoluten Level des aufgenommenen Natriums als mit der Balance von Natrium zu Kalium zu tun haben koennte.

Was hat den Finnland getan? Mehr Gemuese bei weniger Salz empfohlen ... Aha!

Was sagen uns die high Salt Koreaner, die ihre 15g Na mit viel Gemuese und Krautzeugs essen?

Und das erklaert dann auch, weshalb lower salt bei einigen ( wahrscheinlich die, die wenig K konsumieren) funktionieren kann, den BD zu senken, weil dort dann die Balance in die richtige Richtung geschoben wird.

So - und wenn man dann - dank dem news Artikel - weiss, dass low Sodium eben auch die genannten Nachteile hat, dann wuerde ich eher zu mehr Kalium, statt weniger Natrium raten.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1921253/

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Oliver Adam 49 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Hi Uliginosa,

hier würde ich pragmatisch vorgehen und mich zunächst auf die salzreichen Lebensmittel konzentrieren. Ganz oben steht Brot: Hier haben 100 Gramm schon mal bis zu zwei Gramm. Die hast Du mit zwei Scheiben bereits erreicht. Wurst würde ich (nicht nur aus diesen Gründen) sowieso nicht essen, und bei Käse könnte man Emmentaler nehmen: Der hat 0,5 Gramm Salz/100 Gramm. Bei Ketchup etwa kann man Heinz Zero wählen: 0 Gramm Zucker, 0 Gramm Natriumchlorid.

Beim selber Salzen nimmt der Strunz-Fan eh Pansalz, bei dem ein Drittel durch Kaliumchlorid ersetzt wurde. Und wenn man dann noch regelmäßig seinen Blutdruck sowie seinen Natrium- und Kaliumspiegel misst, ist man schon ganz gut dabei, ohne dass man wirklich auf etwas verzichten muss.

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Uliginosa 708 Kommentare Angemeldet am: 21.07.2019

"Blöd nur, dass dem Körpter egal ist wo genau das Salz her kommt.!

Und richtig blöd ist, wenn Salz nur in Junkfood zu finden ist. 

Aber diese ganze Diskussion finde ich aus einem Grund besonders absurd: Wer von euch weiß denn, wieviel Salz er isst? Und wie man das feststellen kann, wenn man sich an irgendwelche Regeln halten wollte?  

Selbst wenn man alles selber kocht: Wieviel esse ich, wieviel die anderen Mitesser, wieviel verschwindet ggf. mit dem Kochwasser. Wie hoch ist der natürliche Salzgehalt von Lebensmitteln. Und wer hat überhaupt eine Waage, mit der grammweise genau abgewogen werden kann? Und wieviel Salz ist wirklich im Käse oder in der Wurst - auch dann müsste jedes Stückchen oder Scheibchen abgewogen werden.

Dabei gehört Salz zu den wenigen Stoffen, die man schmeckt und eigentlich weiß man ziemlich genau (zumindest, wenn man sich nicht durch übersalzten Junk den Geschmack verdorben hat), wieviel man gerade braucht. Im Sommer, wenn man viel schwitzt mehr, im Winter weniger. 

Ich salze ordentlich, eher etwas zu wenig, so dass bei Bedarf ergänzt werden kann. 

Und habe schon festgestellt, dass der fade Salat einer Bekannten durch Zugabe von ein bißchen Salz und Olivenöl richtig gut schmecken kann.  

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Wenn Salz schon reduziert wurde, und der Proband damit keinen Effekt erzielt hat, dann war Salzreduktion per Definition bei ihm keine Stellschraube! 

Und weiteres Darauf-Beharren entspricht dann der Einsteinschen Definition von Wahnsinn ...

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