Forum:Gesundheit - Salzreduktion hilft nicht gegen Bluthochdruck – Falsche und gefährliche Schlussfolgerungen

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Vergiss es !!

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Oliver Adam 49 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Also nochmal gaaaaaaanz langsam:

»Bei Anwendung strenger Methoden zur Bewertung der Evidenzqualität (Anmerkung: gemäß Cochrane-Standards) liegt für mehr als 9 von 10 in Cochrane-Reviews untersuchten medizinischen Interventionen (Anmerkung: also 90%) keine hochwertige Evidenz vor(Anmerkung: für die Einzelstudien überprüften Praktiken), die ihre Wirksamkeit und Sicherheit belegt. Dieses Problem lässt sich durch hochwertige Studien in vorrangigen Bereichen beheben. Diese Studien sollten sowohl den Nutzen als auch die Risiken ebenso streng bewerten. Ärzte und die Öffentlichkeit sollten sich bewusst sein, dass die am häufigsten angewendeten Interventionen ((Anmerkung: in den Arztpraxen) nicht durch hochwertige Evidenz (Anmerkung: belegt durch Cochrane-Reviews) gestützt werden.

Oder, wie ich verständlicher schrieb:

Ergebnis: Die Forscher fanden heraus, dass 90% gängiger Praktiken in Arztpraxen (etwa Babys zum Schlafen auf den Bauch zu legen), die sorgfältig in Cochrane-Reviews untersucht wurden, gerade nicht effektiv sind. Dieses Umbrella-Review ist also ein eindrucksvoller Beleg für die Qualität und die Aussagekraft systematischer (Cochrane-) Reviews.

Wir schwingen gerne zur Salzreduktion:

Ergebnis: Genau solche Cochrane-Reviews (Goldstandard!) belegen, wie ich ja unten mit Beispielen anführte, dass Salzreduktion bei Bluthochdruck nützt, und das sogar in einer Dosis-Wirkungs-Beziehung. 

Die potenzielle Lebensgefährlichkeit hatte ich unten detailliert beschrieben.

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Oliver,

Sowohl Abstract und Conclusion sind unmissverstaendlich:

"Conclusion

Using rigorous methods for judging quality of evidence, more than 9 in 10 healthcare interventions studied within Cochrane Reviews do not have high-quality evidence to support their effectiveness and safety. This problem can be remedied by high-quality studies in priority areas. These studies should measure harms as rigorously as benefits. Practitioners and the public should be aware that most frequently used interventions are not supported by high-quality evidence."
 
So und nun schwingen wir zum Thema Blutdruck/Salz:
Da ist eben die gaengige Intervention: "Bei hohem BD weniger Salz essen"  scheinbar auch eine dieser low-quality evidence interventionen!! Und das Problem kann geloest werden in dem man sich auf qualitativ hochwertige Studien bezieht. Wie beispielsweise diese hier: https://journalofmetabolichealth.org/index.php/jmh/article/download/78/245
 
Und noch einmal die Frage:
Was ist an dem News Artikel lebensgefaehrlich ??
 
 
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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

OMG Oliver - was erzaehlst Du denn hier???

Ich bin sicher, dass Du das Ganze nicht verstanden hast.

Sowohl Abstract und Conclusion sind unmissverstaendlich:

"Conclusion

Using rigorous methods for judging quality of evidence, more than 9 in 10 healthcare interventions studied within Cochrane Reviews do not have high-quality evidence to support their effectiveness and safety. This problem can be remedied by high-quality studies in priority areas. These studies should measure harms as rigorously as benefits. Practitioners and the public should be aware that most frequently used interventions are not supported by high-quality evidence."
 
So und nun schwingen wir zum Thema Blutdruck/Salz:
Da ist eben die gaengige Intervention: "Bei hohem BD weniger Salz essen"  scheinbar auch eine dieser low-quality evidence interventionen!! Und das Problem kann geloest werden in dem man sich auf qualitativ hochwertige Studien bezieht. Wie beispielsweise diese hier: https://journalofmetabolichealth.org/index.php/jmh/article/download/78/245
Studien, die Du weder kommentiert und wahrscheinlich auch gar nicht gelesen hast !!
 
Und noch einmal die Frage - da Du ja vorgibst, ein technisch korrekter Mensch sein zu wollen:
Was ist an dem News Artikel lebensgefaehrlich ??
 
 
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Oliver Adam 49 Kommentare Angemeldet am: 17.12.2020

Wer anderen eine Grube gräbt, lieber Stefan, fällt leider allzu oft selbst hinein.

Stefan hatte süffisant mit einem fröhlichen »Haha ;-)« den Link einer Studie gepostet, derzufolge 9 von 10 Cochrane-Reviews nicht effektiv seien, also nichts taugen. Leider hat er weder den Abstract gelesen, noch den Artikel an sich. Verstanden hat er nicht einmal die Überschrift.

Das glatte Gegenteil ist wahr: Die Autoren haben ihrerseits ein Cochrane-Review erstellt, genauer, eine Zusammenfassung vieler Reviews. Solche so genannten Umbrella-Reviews stehen an der absoluten Spitze der Evidenzhierarchie, da sie die Evidenz aus mehreren Reviews bündeln, also ein »Super-Review von Review« sind.

Ergebnis: Die Forscher fanden heraus, dass 90% gängiger Praktiken in Arztpraxen (etwa Babys zum Schlafen auf den Bauch zu legen), die sorgfältig in Cochrane-Reviews untersucht wurden, gerade nicht effektiv sind. Dieses Umbrella-Review ist also ein eindrucksvoller Beleg für die Qualität und die Aussagekraft systematischer (Cochrane-) Reviews.

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Hi Carlos,

ich muss ja immer schmunzeln beim Lesen Deiner Kommentare - erst die Verweise auf einen gewissen Herren, der gerne mal aufgrund von Salzmangel bei Interviews einschlaeft und seine toxische Maskulinitaet mit vegetarischer Ernaehrung ausgerottet hat und jetzt mit dem Veweis auf die Dusseligkeit der KI - alles sehr witzig! 

Leider lenkt das aber auch vom Thema ab ;-)

So warten wir doch hier gerade alle ganz gespannt auf Olivers Beweise, weshalb der News-Artikel von Fr. Dr. Jacobi lebensgefaehrlich sein soll !! Denn diese Beweise wird Oliver ja ohne Frage haben, oder!?

Wenn jemand hohen Blutdruck hat, Salz isst und dann umfaellt - war's dann der hohe Blutdruck oder das Salz ??? Auch das kann nur ein Cochrane-belesener Oliiver uns genau sagen!!

In gespannter Erwartung

Stefan

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Carlos 1231 Kommentare Angemeldet am: 18.12.2018

Was spuckt die KI aus, wenn man "Bier schützt" oder "Nikotin schützt"eingibt. Nichts ist unmöglich !

Es gibt wissenschaftliche Hinweise darauf, dass bestimmte Inhaltsstoffe im Bier, insbesondere aus dem Hopfen, eine schützende Wirkung gegen Alzheimer entfalten können Bier kann das Risiko für Demenz und Krebs senken.

Wer maßvoll Bier trinkt, hat ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko, an Parkinson zu erkranken, als Menschen, die nie Bier trinken. 

Raucher haben ein geringeres Risiko, an einem M. Parkinson zu erkranken.

Maßvoller Bierkonsum kann sich laut Studien positiv auf die Gesundheit auswirken, indem er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt. Inhaltsstoffe wie Hopfen wirken entzündungshemmend und können antioxidativ wirken. Zudem kann mäßiger Konsum das Risiko für Demenz und Knochenschwund (Osteoporose) verringern, während alkoholfreies Bier isotonisch wirkt.

Hier sind die potenziellen gesundheitlichen Schutzwirkungen von Bier:
  • Herz-Kreislauf-System: Alkohol in geringen Mengen kann das „gute“ Cholesterin (HDL) erhöhen und Arterienverkalkung entgegenwirken.
  • Krebs und Entzündungen: Der im Hopfen enthaltene Stoff Xanthohumol kann entzündungshemmend wirken und laut sowie in Kombination mit Isoalphasäuren zur Bekämpfung von Krebszellen beitragen (dies gilt besonders für Studien an Zellen, nicht zwangsläufig für den Verzehr beim Menschen).
  • Knochengesundheit: Bier enthält Inhaltsstoffe, die dem Knochenschwund entgegenwirken können.
  • Nierensteine: Es gibt Hinweise, dass der Konsum das Risiko für Nierensteine verringern kann.
  • Demenz: Ein moderater Konsum wird mit einem gesenkten Risiko für Demenz in Verbindung gebracht.
  • Beruhigung: Die im Hopfen enthaltenen Bitterstoffe können bei Unruhezuständen helfen.
 
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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0895435622001007#:~:text=Highlights%20*%20%E2%80%A2%20In%20this%20large%20sample,harms%20of%20many%20interventions%20in%20their%20decision%2Dmaking.

 

Haha ;-)

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Juliane 328 Kommentare Angemeldet am: 12.04.2020

Der größte Versuch mit Salzreduktion in der Ernährung wurde schon 1972 in Finnland durchgeführt. Zunächst  erfolgreich in Nordkarelien und  dann in ganz Finnland

https://www.youtube.com/watch?v=NR7ENEfcw1c

Das meiste Salz wird in Deutschland über Brot und Brötchen aufgenommen.

Wer schon mal selbst Brot gebacken hat, weiss wie es schmeckt wenn man das Salz vergessen hat.

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St. W.

1346 Kommentare Angemeldet am: 28.05.2018

Uebrigens findet man auch dort Studien zu "low salt increases insulin resistance" ...

Einfach mal suchen  ;-)

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