Hallo Kay,
vorgestern, am11.09., schriebst Du
„Eine Nachfrage zu den ungesättigten bzw. mehrfach ungesättigten Fettsäuren: Die sollen doch (sofern man richtig mit ihnen umgeht, also sie nicht bzw. nicht zu stark erhitzt) im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren eigentlich gesund sein, oder nicht?“
EPA Eicopentaensäure hat fünf Doppelbindungen, ist also fünffach ungesättigt.
DHA Docosahexaensäure hat sechs Doppelbindungen, ist also sechsfach ungesättigt.
Beide sind essentielle Omega3-Fettsäuren.
Nüsse und Samen haben Ω3-Fettsäuren, aber praktisch kein EPA und DHA. Die beiden findet man nur in Fischen und Algen. Viel Ω3 findet man vor allem in Walnüssen, Leinsamen, Hanfsamen, aber manche wie z.B. Sonnenblumenkerne haben gleichzeitig viel zu viel Ω6-Fettsäuren. Es ist aber wichtig, dass das Verhältnis von Ω6 zu Ω3 insgesamt in der Ernährung kleiner als 5 ist. Bei Leinsamen alleine ist es ¼.
Ich verwende gekeimte Sonnenblumenkerne, die viele wertvolle Inhaltsstoffe haben, und sehr lecker schmeckendes Sonnenblumen-Mikrogrün, aber niemals Sonnenblumenöl.
Auch Ω6 ist essentiell, es kommt eben wie immer auf die richtige Balance an.
Gesättigte Fette kommen in Kokosfett und in Kakaobutter, ansonsten in tierischen Fetten vor. In Maßen gegessen sind sie sehr gesund. Ich würde z.B. niemals Butter gegen eine in der Fabrik zusammengepanschte Margarine aus irgendwelchen Pflanzenölen, die gerade irgendwo am Weltmarkt besonders billig waren, eintauschen. Butter aus Weidehaltung hat auch etwas Ω3.