13.06.2022
Hallo an Alle,
vielen Dank fürs Erste für alle Eure Antworten und die guten Wünsche. Wie ich schon schrieb, ist morgen der große Tag der Untersuchungen. Dann dauert es noch etwa 14 Tage, bis ein endgültiger Befund vorliegt. Erst dann kann ich wirklich was sagen. Im Moment spiele ich die Möglichkeiten durch und frage mich, was ich machen soll, wenn es wieder Tumore sind und man mir wieder das vorschlägt, das ich schon vor 5 Jahren abgelehnt habe: Amputationen, Bestrahlung, 28x Chemo. Damals hätte ich das nicht überlebt, vielleicht heute. Aber ich will das lieber nicht ausprobieren....
Bisher habe ich mich an die Mappe von Dr. Strunz gehalten. Die Werte waren teilweise so, dass er ein Lob dahinter geschrieben hat. Teilweise natürlich suboptimal, vor allem das Aminogramm. Ich habe das wohl nicht soooo ernst genommen wie ich hätte sollen (ich esse ja Fleisch und Milchprodukte), und habe erst Anfang Januar angefangen, die Aminos konsequent einzunehmen.
Das Abnehmen funktioniert einfach nicht. Beispiel: Gestern und vorgestern habe ich LC gelebt (wie sonst auch) und abends gar nichts mehr gegessen. Am ersten Tag gingen 900g weg, am zweiten Tag gar nichts. Und so ging es mir auch mit dem "Geheimplan" - zwei Tage lang nahm ich was ab, dann nichts mehr. Es frustriert mich total, aber ich kann es nicht ändern. Ich vermute auch, dass es momentan der Stress ist. Was es sonst sein könnte, weiß ich nicht. Die Untersuchungen und die Ungewissheit stressen mich über die Maßen, und ich habe zu tun, damit ich nicht aus der Spur gerate (Meditation, Iamon, der Herr ist mein Hirte, mir wird nicht mangeln, Atmen Atmen Atmen und mich nur noch um Schönes kümmern.)
Eigentlich wollte ich dieser Tage nach Augsburg fahren ins Labor, um dort meine Werte kontrollieren zu lassen - doch der Stress war mir bisher einfach zu groß. Vielleicht schaffe ich es nächste Woche.
Die allgemeinen "Krebs-Werte" wie Omega 3, Selen und Vitamin D sind bei mir okay, allerdings habe ich mich bisher nie um Vitamin A gekümmert (Wert war auch ok), obwohl ich immer viel Vitamin D genommen hatte. Bis ich entdeckte, dass ich einen Polymorphismus beim BCOM1-Gen habe, der Beta-Carotin nicht verarbeiten kann wie gewollt und ich seither regelmäßig Vitamin A nehme (15000IE). Die Genetik ist bei mir ein Schlüssel, aber es gibt niemanden in meinem Umfeld, der das wirklich deuten und berücksichtigen kann. Ein langsames COMT z. B. verhindert den raschen Abbau von Östrogenen. Bei Brustkrebs besonders prickelnd, wenn da nichts funktioniert. Aber was tun? Darum geht es doch letztlich.
Wie ich unten schon schrieb, waren die letzten SD-Werte zu tief und ich habe Hormone gesteigert. Einen aktuellen Wert habe ich noch nicht. Magnesium nehme ich täglich 600mg als Citrat ein und auch 5-HTP 2x100 mg. Auch viele andere Sachen wie Quercetin und Resveratrol, Ubiquinol, Vit C, B-Komplex, Astaxanthin, Jod ....
Alles in Allem geht es mir gut, jedoch nicht psychisch. Körperlich bin ich wieder fast so leistungsfähig wie vor den Impfungen im Dezember. Ergometer geht wieder mit 40 Watt. Allerdings nicht jeden Tag, nur jeden 2. Und den anderen gehe ich ins Fitness-Studio oder gehe Spazieren - 20 Minuten, mehr ist nicht drin bei einem Puls von 145.
Diese Symptome verstehe ich einfach nicht. Natürlich weiß ich, dass Fettgewebe Entzündungen verursacht und diese stillen Entzündungen eine Vielzahl von Problemen verursachen. Aber bitte was kann ich tun, wenn mein Körper auch bei Null-Diät nichts hergeben will? Da ist guter Rat extrem teuer. Die Probleme fingen erst so richtig an, beim Geheimplan. Und vorher - also Jahrzehnte vorher - habe ich auch immer Kalorien gezählt und mit Diäten von 800kcal täglich NICHTS abgenommen. Trotz Training im Fitness-Studio, Muskelaufbau und Ausdauer 3x 45 Minuten pro Woche. Nach drei Wochen war ich jedes Mal krank. Irgendwann magst du nicht mehr.
Ich will hier nicht weiter jammern, Ihr seid so lieb und vesucht zu helfen. Das schätze ich sehr. Lassen wir es momentan so wie es ist. In zwei Wochen weiß ich hoffentlich, was Sache ist. Und dann schaun mer mal ;-)
LG, Judy