20.03.2021
Off Topic: Gesundheitsrisiko RA Füllmich? Dieser Fall von VT Füllmich ist insgesamt so etwas von total daneben, dass die Berichterstattung hierüber kaum erfolgt.
So bleibt das Thema „Gesundheitsrisiko“ erst einmal übrig. Es ist die eine Sache, gegen diese sog. Corona-Ausschuss-Querdenker zu schießen. Eine ganz andere Sache ist es, dass ein Gesundheitsrisiko in der Pandemie auch von den politisch verantwortlichen Akteuren ausgeht.
Es zeigt sich mehr und immer deutlicher, dass die Industrieländer, die sich früh dafür entschieden haben, eine pragmatische Impflösung zu entwickeln (GB, USA) in der Bewältigung der Pandemie gegenüber D klar die Nase vorn haben. Daher frage ich mich, wiese eine Firma wie CuraVac nicht mit ihren vielversprechenden mRNA-Impfstoff im Zulassungsverfahren nicht entsprechende großflächige politische und wirtschaftliche Unterstützung finden konnte. Man hätte die Studien für diesen Impfstoff längst unterstützend vorantreiben können, und bei Eignung des Impfstoffs ähnliche Vereinbarungen zur vorerst nationalen Verwendung führen können, wie das in den USA und GB erfolgt ist.
Tübinger Pharmafirma: CureVac startet Impfstoff-Studie | tagesschau.de
Das derzeitige Impf-Desaster mit zu wenig Impfstoffen, der Unklarheit über die Einhaltung von Bestellmengen und dem Nachteil in den Nebenwirkungen der DNA-Vektorimpfstoffe gegenüber der m-RNA-Impfstoffklasse hätte man im Vorfeld vermeiden können. Anstatt die Impflösung als Weg konsequent für voll zu nehmen, wird da einfach viel Zeit verschwendet, indem in eingefahrenen Strukturen gedacht und gehandelt wird.
Allein der Fall von Herrn Stöcker und seinen entwickelten Impfstoff lässt tief blicken. Einerseits stimmt es, das ein alleiniges Peptid mit dem eingesetzten Spike-Protein des Virus in der langfristigen Wirkung nach bestem Kenntnisstand gegenüber den anderen Impfstoffen entscheidende Nachteile hat. Eine Antwort des Immunsystems mit reifen T-Lymphozyten und B-Lymphozyten (Antikörperproduzenten) ist bei dieser Technik unwahrscheinlich. Dennoch vermag eine festgestellt kurzfristig immunologische Reaktion von Antikörperbildung auf das Virus einzuwirken. So eine Art von Impfstoff ist generell besser verträglich als die anderen Impfstoffklassen. Würde er funktionieren, so könnte er an Hot-Spots, bei Virusausbrüchen in Schulen oder Betrieben kurzfristig eingesetzt werden, vorausgesetzt es würden sich durch die Verwendung keine Nachteile für eine spätere reguläre Impfung mit einem gängigen Impfstoff ergeben. Jedoch, anstatt so einer Frage nachzugehen und Einsatzmöglichkeiten zeitnah zu prüfen, wird ein Ermittlungsverfahren gegen den Erfinder eingeleitet.
Was ist das eigentlich für eine Politik, die ihren eigenen Lockdown-Beschlüssen hilflos zusieht und auf die EU und die Verteilungsschlüssel der Impfstoffe verweist, wobei sich einfach sichtbar zeigt, dass die EU mit ihrer Impfpolitik - auch hinsichtlich der Lage der einzelnen Länder - komplett versagt hat. Hat sich diese Politik wirklich um eine Impflösung gekümmert, die auch eine Option fr viele Gewerbetreibende darstellt?
RA Füllmich und seine abstrakte und skurrile VT-Fantasiewelt, mit der mehr als 1.000.000 Euro gescheffelt hat, die ist schon extrem. Wobei es andererseits auch eine Fantasiewelt ist, zu meinen, man könne mit den verwaltungstechnischen gängigen Strukturen und den agierenden Leuten hierin flexible und sinnvolle politische Lösungen in Zeiten einer Pandemie finden.
LG Claudia