30.11.2018
Hallo Thorsten,
zum Thema Schilddrüse und LC/Keto. Das kann Phinney in seiner aktuell laufenden Studie mit 280 Diabetikern, die er auf Keto laufen lässt, nicht nachvollziehen.
Es ist aber bekannt, dass die SD runter geht, wenn der Mensch in einem Hungermodus fährt...was aber anscheinend vorraus setzt, dass er schlecht oder gar nicht keto- fettadaptiert ist. Dann macht das alles einen Sinn, siehe die Studien zu "The biggest looser". Und die Vorträge von Phinney und Fung auf der letzten LowCarb Down Under Konferenz, wo sie diese Studien diskutieren.
Was wahrscheinlich auch vollkommen unterschiedliche paar Schuhe sind:
I)Hungern aus dem Zustand der vollen Fettadaption.
II)Hungern aus dem Zustand der kohlenhydratlastigen westlichen Ernährungsweise.
Bei II) muss der Körper zuächst soviel lernen...und betreibt Glukoneogenese wie blöde+Cortisol hoch (ich meine Herbert hat mit streng Keto einen Cortisolspiegel von 40-50...traumhaft)+Katabol.
Wenn das der normale Zustand im Menschen wäre...gäbe es uns nicht. Wir wären ausgestorben. Insbesondere die "Irren", die sich von Afrika auf den Weg nach Europa, Alaska usw usw gemacht haben :-)...hätten nicht überlebt. Die müssten demnach in Kürze alle Muskeln verlieren und wären von einem Eichhörnchen umgehauen worden ;-)
Kam aber anders. Somit Ist es für mich ziemlich logisch, dass ein ketoadaptierter Mensch nicht viel Glukeneogenese aus Eiweiß (!) betreiben muss. Was kein Beweis sein soll. Aber eben die Frage nach: Was ist alles anders...oder was könnte alles anders sein. Wie zB das Gehirn. Das wissen wir. Mag Ketonkörper. Darm auch. Niere auch. Muskeln benutzen idR Fett. Leber auch. Rote BK....40g "Glukose"...aber umkehrbarer Prozess. LDH im Spiel! Könnte also aus Fett gespeist werden...so...was noch? Gukose aus Glycerin. Glukose aus Ketonkörpern.
DAS ist meine Frage :-) ...wo liegt der Grundbedarf. Vielleicht doch bei 0g externer Glukose?
VG,
Robert