Liebe Nikolina,
als ich noch bei Salzburg gewohnt habe (20 km entfernt), bin ich immer im Wald laufen gegangen. Und ich liebe es. Das ist auch das einzige, was mir in Wien abgeht (der Prater kann da nicht so mithalten...). Die Luft, die Ruhe, das Vogelzwitschern, mal ein Knacksen, ein Reh oder Hase - so mag ich es auch beim Wandern.
Gefürchtet habe ich mich nie, auch wenn ich in die Dunkelheit gekommen bin. Mich hätte nur einmal fast ein Baum nach einer Kurve bei Baumschlägerarbeiten erwischt, ich war zum Glück um 10 Sekunden zu langsam und er ist vor mir auf den Boden aufgeschlagen. Trotzdem war es nie unangenehm, ganz im Gegenteil, ich mag es sehr.
Ich verstehe dich, dass du dich alleine bei der ungarischen Grenze unwohl fühlst. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, dass du dich - wie schon vorgeschlagen - einer Laufgruppe anschließt oder Handy mitnehmen und Pfefferspray. Ob das aber gegen ein ungutes Gefühl ankann als subjektive Sicherheit, kann ich nicht sagen. Obwohl ich auch im Winter um 5 Uhr im Prater laufe oder spät Abends, ich fürchte mich da nicht. Es ist aber auch mehr los als im Wald.
Liebe Grüße, Nicole