Long Covid wird gerne als Neuheit verkauft. Ist es aber nicht, denn länger anhaltende Probleme wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und ähnliches treten auch nach anderen Virusinfektionen auf. Ein ähnliches Syndrom kann es sogar nach intensiver sportlicher Betätigung und Erschöpfung geben.
Im Grunde geht es immer darum, dass das Immunsystem stark gefordert wurde und die Speicher von Vitaminen (vor allem der B-Gruppe), Aminosäuren und Mikronährstoffen geleert wurden. Dadurch entfalten bisher unterdrückte, im Körper vorhandene Viren, wie Epstein Barr oder Zoster, eine verstärkte Aktivität. Darauf reagieren die Mitochondrien mit der Bildung von Radikalen in Form von Wasserstoff-Ionen, die dann zur Energieerzeugung fehlen. Es ist dann wie bei einem Smartphone, bei dem die Batterie nicht mehr als 2% Ladung erreichen kann.
Da die Impfungen mit den mRNA-Präparaten immer offensichtlicher nicht nur nicht gegen Infektion schützen, sondern auch nicht gegen Hospitalisierung, schwere Verläufe oder Todesfälle, sucht man krampfhaft nach anderen Nutzen. Dabei ist man auf die Idee gekommen, zu behaupten sie würden Long Covid verhindern.
In einer Pre-Print-Studie mit dem Titel „Prevalence, characteristics, and predictors of Long COVID among diagnosed cases of COVID-19“ (Prävalenz, Merkmale und Prädiktoren von Long COVID bei diagnostizierten Fällen von COVID-19) wurden 487 Einzeldaten mit einem mittleren Follow-up von 44 Tagen analysiert.
Die Autoren erläutern, dass „ein weiterer wichtiger Prädiktor für Long Covid das Vorhandensein von Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck war. Eine Studie aus Indien und eine systematische Übersichtsarbeit zu diesem Thema haben einen ähnlichen und starken Zusammenhang zwischen Vorerkrankungen und langem Covid festgestellt. Ein Beobachtungsparadoxon in unserer Studie war, dass die Teilnehmer, die zwei Dosen der COVID-19-Impfung erhielten, eine höhere Wahrscheinlichkeit hatten, an Long Covid zu erkranken.“
Verständlich, denn die genannten Krankheiten stellen eine dauernde entzündliche Belastung für das Immunsystem dar, das dadurch von vornherein geschwächt ist.
Diese Beobachtung wird durch eine retrospektive Kohortenstudie (Titel: Six-month sequelae of post-vaccination SARS-CoV-2 infection: A retrospective cohort study of 10,024 breakthrough infections) mit 10.024 Durchbruchsinfektionen gestützt, in der es heißt, dass:
„Das Risiko für Angstzustände, Depressionen, Schlafstörungen, Nierenerkrankungen unterschied sich nicht von Long Covid-Merkmalen.“
Und weiter:
„[…] im Vergleich zwischen ungeimpften und geimpften Personen …gab es keinen signifikanten Unterschied im Risiko für viele andere Ergebnisse, einschließlich Todesfälle und aller Long-Covid-Merkmalen.“
Eine Impfung kann Long Covid in keiner Weise verhindern oder auch nur abschwächen. Im Gegenteil: Geimpfte sind offenbar erheblich mehr gefährdet.
LG, Albrecht ( 26.04.2022 )